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Aigner C et al.  
Die MAZE-Operation zur Behandlung des chronischen Vorhofflimmerns im Langzeitverlauf: 3-Jahres-Ergebnisse

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (11-12): 279-281

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Abb. 1: Cox-III-MAZE Abb. 2: MAZE-Operation - Rhythmus



Keywords: Cox-IIIKardiologieMazeStudie

Grundlagen: Die MAZE-Operation mittels Ablation mit Mikrowelle oder Radiofrequenz ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung des chronischen Vorhofflimmerns. Diese Studie untersucht die Langzeitergebnisse nach 36 Monaten. Methodik: Zwischen 2/2001 und 12/2002 wurden 42 Patienten (64,5 ± 2,2 Jahre; 21 Männer) mit chronischem Vorhofflimmern > 6 Monate und zusätzlicher teils kombinierter Klappenerkrankung mittels Mitralklappenersatz/-rekonstruktion ± Trikuspidalklappenrekonstruktion (n = 30), Aortenklappenersatz ± Trikuspidalklappenrekonstruktion (n = 6) und Mitralklappen- und Aortenklappenersatz/- rekonstruktion ± Trikuspidalklappenrekonstruktion (n = 6) und MAZE operiert. Die mittlere Dauer des Vorhofflimmerns lag bei 63 ± 29 Monaten (7–384 Monate). Bei der MAZE-Operation wurden, dem Cox-III-Konzept folgend, in beiden Vorhöfen lineare Läsionen mit Mikrowellen- bzw. Radiofrequenzablation gesetzt. Ergebnisse: Die MAZE-Operation führte zu 23 ± 2 Minuten zusätzlicher Aortenklemmzeit (total: 89 ± 3 Min.). Aufgrund eines SIRS war bei einem Patienten der Intensivaufenthalt verlängert. Bei den restlichen Patienten war die Intubationsdauer 18,3 ± 6,7 Stunden, der Intensivaufenthalt 1,7 ± 0,6 Tage. 52,3 % wurden mit Amiodaron behandelt, 64,3 % kardiovertiert. 23,8 % Patienten benötigten einen Schrittmacher wegen eines AV-Blocks bzw. eines Sick-Sinus-Syndroms. Nach 12 Monaten waren 80,8 % frei von Vorhofflimmern. Beim letzten Nachuntersuchungszeitpunkt (36 ± 8 Monate) waren 78,6 % frei von Vorhofflimmern. Schlußfolgerungen: Die MAZE-Operation mittels Mikrowellen- bzw. Radiofrequenzablation, folgend dem Cox-III-MAZE-Konzept, erhöht das chirurgische Risiko nur gering. Die Freiheit von Vorhofflimmern ist nach 1 und 3 Jahren praktisch gleich. Es ist also auch langfristig möglich, Patienten mit chronischem Vorhofflimmern einen stabilen Sinusrhythmus zu gewährleisten.
 
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