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Jungmann E, Jungmann G  
Zum Einfluß von Hypertonie, Adipositas und Stoffwechselkontrolle auf die Mikroalbuminurie bei nicht mit Insulin behandelten Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 1999; 3 (3): 21-26

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Keywords: AdipositasDiabetes mellitus Typ 2ErnährungsmedizinHypertonieMikroalbuminurie

Wie die Daten des Diabetes Control and Complications Trial (DCCT) bestätigen, bestimmt bei Patienten mit Typ-1-Diabetes vorrangig die Güte der Stoffwechseleinstellung die Entwicklung oder Progredienz der Mikroalbuminurie. Die United Kingdom Prospective Diabetes Study (UKPDS) macht dagegen klar, daß sich dieses eindeutige Fazit nicht einfach auf Patienten mit Typ-2-Diabetes übertragen läßt. Es wurde deshalb in einer prospektiven Studie bei 24 mikroalbuminurischen Typ-2-diabetischen Patienten (Alter: 60 ± 3 Jahre, bekannte Diabetesdauer: 4 ± 2 Jahre) untersucht, welche Einflußfaktoren beim Typ-2-Diabetes verhindern, daß eine nahezu normale Stoffwechseleinstellung durch Diabetesschulung und intensivierte orale Diabetestherapie die Mikroalbuminurie ähnlich günstig beeinflußt wie beim Typ-1-Diabetes. In einer retrospektiven Analyse wurden die Patienten deshalb in 15 "Responder" (Gruppe 1) und 9 "Non-Responder" (Gruppe 2) aufgeteilt, entsprechend Normalisierung bzw. Nicht-Normalisierung der Mikroalbuminurie am Studienende. Der HbA1c-Wert sank bei allen Patienten von 7,6 ± 0,4% auf 6,1 ± 0,2% (p < 0,01). Die Patienten in Gruppe 2 unterschieden sich von denen in Gruppe 1 weder in Alter, bekannter Diabetesdauer noch HbA1c-Wert. Der Body Mass-Index lag in Gruppe 2 mit 31,1 ± 1,1 kg/m² höher als in Gruppe 1 mit 27,9 ± 0,7 kg/m² (p < 0,05). Die Patienten in Gruppe 2 hatten durchgängig höhere Blutdruckwerte als in der Gruppe 1 (158/91 ± 5/4 mmHg vs. 143/85 ± 6/3 mmHg) trotz häufigerer Einnahme von Antihypertensiva (7/9 vs. 5/15) (p < 0,05). Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus ist der günstige Einfluß einer nahezu normalen Stoffwechseleinstellung auf den Risikomarker Mikroalbuminurie in viel stärkerem Maße als beim Typ-1-Diabetes davon abhängig, daß gleichzeitig eine ähnlich konsequente Kontrolle von Metabolischem Syndrom und vor allem der Hypertonie erreicht wird.
 
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