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Ketelhut RG et al.  
Reproduzierbarkeit des Blutdrucks während Ergometrie bei Hypertonikern nach intensiver Belastung

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 1999; 3 (3): 27-33

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Keywords: ErgometrieHypertonieMeßfehlerMeßgenauigkeit

Ein Vorteil der Ergometrie in der Diagnostik und Therapiekontrolle der Hypertonie ist die im Gegensatz zum Ruhedruck gute Reproduzierbarkeit der während Belastung gemessenen Blutdrücke. Es soll daher untersucht werden, ob selbst nach einer längeren Ausdauerbelastung, die einen ausgeprägten Blutdruckabfall bewirkt, Patienten durch eine Blutdruckmessung während Ergometrie weiterhin als Hypertoniker identifiziert werden können. Bei 16 Hypertonikem (44 ± 4 Jahre) wurde der Blutdruck in Ruhe sowie während und nach Ergometrie (50-100 Watt, Steigerungsstufen 10 Watt/Minute) gemessen (Ergo 1). Anschließend erfolgte eine einstündige Ausdauerbelastung auf einem Fahrradergometer mit einer Herzfrequenz von 130-140/min. Nach der Ausdauerbelastung erfolgte eine erneute ergometrische Untersuchung (Ergo 2) mit Blutdruckmessungen entsprechend Ergo 1. Der Ruheblutdruck betrug 141 ± 10/98 ± 7 mmHg, der Druck bei 100 Watt (Ergo 1) 183 ± 11/107 ± 6 mmHg. Während der einstündigen Belastung kam es zu einem Abfall des Drucks von 203 ± 30/106 ± 10 mmHg in der 5. Minute auf 173 ± 19/88 ± 11 mmHg in der 60. Minute der Belastung. Der Ruheblutdruck vor der nachfolgenden Ergometrie (Ergo 2) betrug 134 ± 10/88 ± 8 mmHg und war signifikant (p < 0,05) niedriger im Vergleich zum Ruhedruck vor der ersten Ergometrie (Ergo 1). Bei erneuter Ergometrie (Ergo 2) wurde bei 100 Watt jedoch mit 180 ± 15/105 ± 9 mmHg kein signifikanter Unterschied zum Blutdruck bei 100 Watt (Ergo 1) vor der einstündigen Belastung registriert. Die Herzfrequenz war mit 125 min-1 bei 100 Watt im Vergleich zur Ergometrie vor der Ausdauerbelastung (111 min-1) signifikant (p < 0,01) höher. Bei Betrachtung der einzelnen Blutdruckwerte konnten 14 der 16 Probanden weiterhin als Hypertoniker identifziert werden. Die Ergebnisse zeigen, daß selbst nach einer längeren Ausdauerbelastung mit ausgeprägtem Blutdruckabfall Hochdruckkranke anhand des Blutdrucks während Ergometrie weiterhin als Hypertoniker identifiziert werden können. Die Blutdruckmessung während Ergometrie gewährleistet damit im Gegensatz zum Ruhedruck, unabhängig von einer vorausgegangenen Belastung, gut reproduzierbare Ergebnisse.
 
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