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Lang W et al.  
Perkutane Intervention bei akutem Myokardinfarkt - Erfahrungen mit dem 24-Stunden-Bereitschaftsdienst im Einzugsgebiet der Stadt Linz

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (1-2): 21-27

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Abb. 1: Altersverteilung - Patientenkollektiv Abb. 2: Patient - Herzkatheterlabor Abb. 3: Zeitintervall



Keywords: KardiologieLinzMyokardinfarktPCIperkutane koronare InterventionStudie

Einleitung: Bei akutem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) stellt die rasche Wiedereröffnung des Infarktgefäßes eine entscheidende Maßnahme dar. Bei rascher Verfügbarkeit der primären Katheterintervention (PCI) ist dieses Verfahren der Lysebehandlung überlegen. Der 24-Stunden-Katheter-Bereitschaftsdienst der 3 Linzer Interventionszentren ermöglicht seit mehreren Jahren eine weitgehend flächendeckende primäre PCI-Versorgung bei STEMI. Methode und Ergebnisse: Wir analysierten die Linzer Ergebnisse der primären PCI von 1.10.2000 bis 31. 12. 2003. Insgesamt wurden 415 Patienten mit STEMI (Alter 63,8 ± 13,1 a, 290 Männer und 125 Frauen) behandelt. Nach dem klinischen Zustand bei Aufnahme (Schock, präklinische Reanimation, Intubation) wurden 74 Patienten (17,8 %) einer Hochrisikogruppe und 314 Patienten (82,2 %) einer Niedrigrisikogruppe zugeteilt. Das Delay zwischen Schmerzbeginn und Eintreffen im Zentrum betrug Median 135 min (tagsüber: 165 min, nachts: 120 min; p = 0,002). Das Delay zwischen Eintreffen im Zentrum und Beginn der Katheteruntersuchung betrug Median 40 min (tagsüber: 35 min, nachts: 45 min; p = 0,01). Eine Koronarintervention erfolgte bei 391 Patienten (94,2 %), eine Thrombusaspiration wurde in 19,2 % vorgenommen und 76,1 % aller Patienten erhielten Abciximab. Eine erfolgreiche Gefäßeröffnung mit TIMI-3-Fluß konnte in 89 % (tagsüber 92,3 %, nachts: 86,3 %; p = 0,05) erreicht werden. Peri- oder postinterventionelle Komplikationen traten bei 66/415 Patienten (15,9 %) auf. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes betrug 9,8 ± 7 Tage. Die Hospitalmortalität betrug in der Gesamtgruppe 9,6 %, bei Hochrisikopatienten 36,5 % und bei Niedrigrisikopatienten 3,8 %. Konklusion: Das Linzer Bereitschaftsdienstmodell ermöglicht eine exzellente durchgehende Versorgung des STEMI-Patienten mit primärer PCI.
 
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