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Zitta S et al.  
Renale Reserve bei Hypertonikern

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 1998; 2 (1): 7-14

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Keywords: HypertonieNierenfunktionrenale Reserve

Für die Bestimmung der renalen Reservekapazität wurde ein dynamischer Nierenfunktionstest mit Sinistrin und para-Aminohippursäure entwickelt, bestehend aus 2 Bolus-Experimenten vor und nach oraler Eiweißzufuhr (1 g/kg Körpergewicht). Die computergestützte Clearancebestimmung basiert auf einem Zwei-Kompartment-Modell. 9 gesunde Probanden zeigten im paarweisen Test einen signifikanten Anstieg der GFR (ml/min/1,73 m2) von 118,2 ± 13,9 auf 139,5 ± 30,9 (p = 0,023) sowie einen signifikanten ERPF-Anstieg von 503,2 ± 75,6 auf 558,3 ± 96,2, p = 0,013. Von den 10 untersuchten Hypertonikern zeigten 4 Patienten mit einem mittleren arteriellen Blutdruck von 106 ± 3 mmHg einen signifikanten GFR-Anstieg von 73,9 ± 14,7 auf 83,6 ± 17,4 (p = 0,034), während jene 6 Hypertoniker mit einem MAP von 119 ± 3 auf Ei-weißbelastung mit der GFR von 113,3 ± 18,7 auf 103 ± 14,3 (p = 0,037) signifikant abfielen. Die ERPF änderte sich in der ersten Gruppe von 277,8 ± 52,6 auf 323,9 ± 42,8, in der zweiten Patientengruppe war der ERPF- Anstieg von 430,7 ± 134,5 auf 502,3 ± 113,1, p = 0,013, signifikant. Das "paradoxe" Absinken der GFR resultiert aus der unterschiedlichen Reaktion der Vasa afferentia und der Vasa efferentia auf den vasodilatierenden Stimulus. Dieser dynamische Test erlaubt daher die Früherkennung renaler Gefäßveränderungen.
 
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