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Bodinet C, Freudenstein J  
Einfluß verschiedener pflanzlicher Menopausepräparate auf die Tamoxifen-induzierte Inhibition der Proliferation menschlicher Brustkrebszellen in vitro

Journal für Menopause 2006; 13 (1) (Ausgabe für Deutschland): 11-14

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Abb. 1: MCF-7-Assay Abb. 2: MCF-7-Zellen  - Test Abb. 3: Präparate - MCF-7-Zellen



Keywords: ActaeaCimicifuga racemosaMCF-7-ZellenMenopauseStudieTamoxifenTraubensilberkerze

Alternative Therapien zur Behandlung klimakterischer Beschwerden beinhalten pflanzliche Produkte auf der Basis von Traubensilberkerze (Actaea, syn. Cimicifuga racemosa), Rotklee (Trifolium pratense) und Soja (Glycine max). Obwohl die klinische Wirksamkeit von Soja und Rotklee im Unterschied zu Cimicifuga zweifelbehaftet ist, kommen auch diese Präparate zunehmend zur Anwendung, insbesondere bei Brustkrebspatientinnen, die unter natürlichen oder durch die Therapie mit Tamoxifen induzierten menopausalen Beschwerden leiden. Angesichts dieser Tatsache ist es von enormer Wichtigkeit, pflanzliche Wechseljahrestherapeutika hinsichtlich ihrer möglichen Interaktionen mit Tamoxifen und ihrer potentiellen estrogenartigen Effekte auf Brustkrebszellen zu untersuchen. In der vorliegenden Studie wurde der Einfluß verschiedener kommerziell verfügbarer pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Soja und Rotklee sowie von Arzneimitteln aus Cimicifuga racemosa auf die Proliferation estrogenrezeptorpositiver Brustkrebszellen in einem etablierten In-vitro-Brustkrebsmodell (MCF-7) untersucht. Um eine postmenopausale Situation zu simulieren, wurden die Experimente primär unter Estrogenmangelbedingungen durchgeführt. Um eine mögliche Beeinflussung der Tamoxifenwirkung zu evaluieren, wurden parallel Tests unter gleichzeitiger Anwesenheit von Estradiol und Tamoxifen durchgeführt. Unter Estrogenmangelbedingungen förderten die Soja und Rotklee enthaltenden Präparate das Wachstum der humanen Brustkrebszellen. Darüber hinaus antagonisierten sie die proliferationshemmende Wirkung von Tamoxifen. Im Unterschied dazu stimulierte das auf Basis eines isopropanolischen Spezialextraktes hergestellte Cimicifuga-racemosa-Präparat (iCR, Remifemin(R)) die Proliferation von humanen Brustkrebszellen nicht und verstärkte sogar die antiproliferative Wirkung von Tamoxifen. iCR zeigte demnach das beste Sicherheitsprofil in dieser Studie. Dies steht im Einklang mit aktuellen klinischen Daten und sollte bei der Auswahl von Behandlungsmethoden für die klimakterischen Beschwerden von Brustkrebspatientinnen berücksichtigt werden.
 
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