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Fallbeschreibung
Wallner H  
Fallbericht: OMI - Obstruktive Mesenterialischämie

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2006; 3 (2): 18

Volltext (PDF)    Fallbeschreibung    Abbildungen mit Filmsequenzen   

Abb. 1: Arteria mesenterica superior - Stenose Abb. 2: Transbrachialer Zugang Abb. 3: Führungskatheter Abb. 4: PTA - Stentimplantation Abb. 5: Abschlußarteriographie
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Keywords: AngiographieFallberichtGefäßmedizinobstruktive Mesenterialischämie

Vorgeschichte
Die 93 Jahre alte Patientin (163 cm, 45 kg) war an der chirurgischen Abteilung im letzten Jahr mit abdominellen Koliken und nachgewiesenem Ileus mehrmals stationär. Die Symptome traten immer postprandial etwa 1 Stunde nach Nahrungsaufnahme auf. Zudem bestand eine Gewichtsabnahme von 15 kg seit dem letzten ½ Jahr.
Angiographie
In der CT-Angiographie wurde eine hochgradige Stenose (85 %) im trunkalen Segment der Arteria mesenterica superior (SMA) nachgewiesen. Aufgrund des Alters der Patientin wurde einer endovaskulären Therapie der Stenose der Vorzug gegeben (Abb. 1).
Diskussion
Ursächlich für die chronische Mesenterialischämie sind in erster Linie arteriosklerotische Veränderungen. Differentialdiagnostisch sind bei der obstruktiven Form eine Vaskulitis, eine fibromuskuläre Dysplasie sowie eine arteriovenöse Malformation abzugrenzen. Im Gegensatz zur OMI ist die akute Ischämie ein Notfall mit einem therapeutischen Zeitfenster von bis zu 6 Stunden. Neben konservativen Maßnahmen, wie Flüssigkeitsgabe, Vermeidung von Vasokonstriktoren, Verabreichung von Antibiotika sowie Verbesserung der Herzleistung, ist die endovaskuläre Therapie mit PTA und Stent, bei für die Operation nicht belastbaren Patienten, Mittel der Wahl. Die technische Erfolgsrate wird in der Literatur mit über 95 % angegeben, mit einer Inhospitalmortalität von 8–10 %. Der weitere Verlauf der geschilderten Patientin war problemlos. Seit dem Eingriff kam es wieder zu einer deutlichen Gewichtszunahme.
 
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