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Bichler A  
Fallbericht: Vesikovaginalfistel nach abdominaler Hysterektomie

Journal für Urologie und Urogynäkologie 1999; 6 (4) (Ausgabe für Schweiz): 32-35
Journal für Urologie und Urogynäkologie 1999; 6 (5) (Ausgabe für Österreich): 27-30

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Keywords: ChirurgieHysterektomieUrogynäkologieUrologieVesikovaginalfistel

Bei einer 46-jährigen Nulligravida wurde wegen eines Uterus myomatosus eine abdominale totale Hysterektomie durchgeführt. Wegen der Größe der Gebärmutter erfolgte die Absetzung in zwei Portionen (suprazervikal; Entfernung der Zervix). An der hinteren Blasenwand wurden blutstillende Nähte gesetzt. An den ersten zwei postoperativen Tagen wurde eine Makrohämaturie beobachtet; der Foleykatheter wurde 5 Tage nach dem Eingriff entfernt. Durch 10 Tage wurden prophylaktisch Antibiotika gegeben. Am 9. postoperativen Tag fand sich bei einer Zystoskopie ein kleiner hämorrhagischer und nekrotischer Schleimhautbezirk in der Blasenhinterwand. Die Patientin wurde 10 Tage nach der Hysterektomie entlassen. Bei der ersten postoperativen Kontrolle nach 6 Wochen klagte die Patientin über häufigen Harndrang; bei der gynäkologischen Untersuchung wurde kein Flüssigkeitsabgang bemerkt. In den folgenden Wochen nahmen die Blasenbeschwerden zu und wurden als Urge-Inkontinenz gedeutet. Die korrekte Diagnose einer Vesikovaginalfistel wurde 4 Monate nach dem Ersteingriff gestellt; der Fistelverschluß nach der Methode von Latzko mit hoher Kolpokleisis war erfolgreich. Es werden die Ursachen und Typen von Urogenitalfisteln besprochen und verschiedene Operationstechniken von Vesikovaginalfisteln diskutiert.
 
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