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Lazar DS et al.  
Painful Bladder Syndrome/Interstitielle Cystitis und sexuelle Funktionsstörung bei der Frau

Journal für Fertilität und Reproduktion 2006; 16 (2) (Ausgabe für Österreich): 13-16
Journal für Fertilität und Reproduktion 2006; 16 (2) (Ausgabe für Schweiz): 13-16

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Abb. 1: Sexualleben - Belastung Abb. 2: Sexualleben - Streß Abb. 3: Sexualleben - Unzufriedenheit Abb. 4: Sexualleben - Probleme Abb. 5: Sexualleben - Schwierigkeiten Abb. 6: Sexualleben - Probleme Abb. 7: Sexualleben - Probleme Zum letzten Bild



Keywords: FertilitätICInterstitielle Zystitissexuelle FunktionsstörungStudie

Ziel: Untersuchung von Patientinnen mit Painful Bladder Syndrome/Interstitieller Cystitis (PBS/IC) auf mögliche sexuelle Funktionsstörungen und Belastungen im Vergleich zu gesunden Frauen. Methoden: Verwendung des 19 Item-Fragebogens "Female Sexual Function Index" (FSFI) und des 12 Item-Fragebogens zur Sexualbelastung "Female Sexual Distress Scale" (FSDS). Die Fragebögen wurden vor Therapiebeginn ausgegeben. Untersucht wurden 20 gesunde Frauen und 20 weibliche PBS/IC Betroffene im Alter von 18–65 Jahren. Einschlußkriterien für PBS/IC-Patientinnen waren eine Reduktion der Blasenkapazität um mindestens 30 % unter dem modifizierten 0,2 mol Kaliumchlorid-Test oder ein positiver 0,4 mol Kaliumchlorid-Test (PST-Parsons-Test), negative Harnkulturen und Ausschluß von STIs (Sexually Transmitted Infections). Ergebnisse: Die häufigsten Symptome waren Appetenzstörungen (65 %), gefolgt von Erregungsstörungen (40 %) und Dyspareunie (30%). 45 % berichteten von starken Schmerzen während oder nach Geschlechtsverkehr. Orgasmusstörungen wurden nur von 25 % berichtet. 30 % der Frauen hatten in den vier bewerteten Wochen keine sexuellen Aktivitäten. 45 % der Betroffenen waren mit ihren Sexualpartnern unzufrieden. 52 % waren unglücklich und enttäuscht über ihr Sexualleben, 70 % hatten Schuldgefühle und 50 % Gefühle von Minderwertigkeit und Unzulänglichkeit. Konklusion: Frauen mit PBS/IC haben im Vergleich zu gesunden Frauen eine deutlich höhere Prävalenz von sexuellen Funktionsstörungen. Appetenzstörungen und Erregungsstörungen nehmen dabei einen herausragenden Platz ein, während Dyspareunie nur von 30 % der Betroffenen angegeben wurde. Neben den sexuellen Funktionsstörungen belastet IC auch bei der Hälfte der Betroffenen das Selbstwertgefühl sehr stark.
 
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