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Klaritsch P, Winter R  
Technik und Ergebnisse der operativen Therapie des Total- und Subtotalprolaps

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Österreich): 21-23
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Schweiz): 19-21
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Deutschland): 19-21

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Keywords: ChirurgieGenitalprolapsStudieUrogynäkologie

In einer retrospektiven Studie wurde das Outcome der operativen Therapie des Genitalprolaps an der Klinischen Abteilung für Gynäkologie zwischen 1999 und 2004 untersucht und die Ergebnisse mit der Literatur verglichen. Im beobachteten Zeitraum wurden 104 Frauen wegen eines Total- oder Subtotalprolaps des Uterus bzw. des Scheidenblindsackes an unserer Abteilung operiert. 65 Fälle mit Subtotalprolaps erfüllten die Kriterien des Stadiums III des "pelvic organ prolapse quantification system", 39 Fälle mit Totalprolaps des Uterus und Prolaps des Scheidenblindsackes wurden als Stadium IV klassifiziert. Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Operation betrug 69,5 (46–92) Jahre. In 101 Fällen wurde ein vaginaler Zugang gewählt, während in 3 Fällen Zusatzindikationen ein abdominales Vorgehen erforderten. Intraoperative Komplikationen traten in Form von zwei Blasen- und einer Rektumläsion auf. Postoperativ kam es zu einer Nachblutung und einem Harnwegsinfekt. Im Follow-up konnten wir 69 Frauen (66 %) über einen mittleren Zeitraum von 13 (1–55) Monaten nachbeobachten. In diesem Zeitraum fanden wir 13 Fälle eines Rezidivprolaps, wobei 12 der Rezidive nach vaginalem Verfahren vorkamen (11,5 %). Aus dem Vergleich der Daten mit publizierten Arbeiten läßt sich in bezug auf Rezidivraten kein Vorteil eines primär abdominalen Vorgehens ableiten. Die höhere Morbidität der abdominalen Technik, die sich mit längeren Spitalsaufenthalten und höheren Kosten zu Buche schlägt, ist zusätzlich ein wichtiger gesundheitspolitischer und ökonomischer Aspekt.
 
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