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Summary
Hackl JM et al.  
Prävalenz der Mangelernährung bei alten Menschen

Journal für Ernährungsmedizin 2006; 8 (1): 13-20

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Abb. 1: Ernährungszustand Abb. 2: BMI - Geriatrische Kriterien Abb. 3: Pflegestufe Abb. 4: Ernährungszustand - BMI Abb. 5: BMI - Geriatrie



Keywords: ErnährungsmedizinMangelernährungScreeningälterer Mensch

Ziel der vorliegenden Querschnittsstudie war es, mittels Mini Nutritional Assessment die Prävalenz der Mangelernährung bei in Pflegeheimen oder noch unabhängig daheim lebenden alten Menschen zu ermitteln und zu erheben, ob ein Selbstassessment mittels MNA-Vortest durchführbar istu Patienten und Methodik: 272 Bewohner (84,4 ± 8,86 Jahre; 79,42 Prozent Frauen) von fünf Tiroler Pflegeheimen sowie 172 unabhängig daheim lebende Senioren (71,8 ± 8,39 Jahre; 85,3 Prozent Frauen) wurden untersucht. Die selbstversorgenden Senioren lasen beim Selbst-Screening den BMI vom Nomogramm ab. Ergebnisse: Bei den Pflegeheimbewohnern konnte mittels MNA bei 18,7 Prozent ein schlechter Ernährungszustand festgestellt werden, 49,8 Prozent der Bewohner lagen im Risikobereich für Unterernährung und 31,5 Prozent waren normal ernährt. Zwischen Ernährungsstatus und dem Grad der Pflegestufe konnte ein hochsignifikanter Zusammenhang gezeigt werden, Alter und Geschlecht erwiesen sich nicht als signifikante Einfluss-größen. Bei den mobilen Senioren bestand laut MNA Voranamnese bei 19,2 Prozent das Risiko für Unterernährung. 73,9 Prozent von 138 Personen füllten das Nomogramm entsprechend aus. Der Kappa-Koeffizient, der die Übereinstimmung der aus dem Nomogramm abgelesenen BMI-Werte mit den errechneten BMI-Werten darstellt, betrug 0,446.u Schlussfolgerungen: Pflegebedürftigkeit als Maß für Gesundheitszustand und Unabhängigkeit korreliert signifikant mit dem mittels MNA festgestellten Ernährungsstatus. BMI und vor allem Bauchumfang lassen häufig den Eindruck entstehen, die Mangelernährung wäre in einem viel geringeren Maße ausgeprägt. Ein systematisches Ernährungsscreening zur Prävention von Mangelernährung sollte frühzeitig ansetzen, um unsere Senioren möglichst lang im Erhalt ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen.
 
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