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Klotz T  
Kann Verhaltensänderung Männersterblichkeit beeinflussen? Schnittstellen zwischen Soziologie und Physiologie.

Blickpunkt der Mann 2006; 4 (3): 16-18

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Keywords: LebenserwartungLebensstilMannPhysiologieSoziologieUrologie

Die geschlechtsspezifische Lebenserwartung ist für Männer um ca. 6,5 Jahre kürzer als für Frauen. Dies gilt in unterschiedlichem Ausmaß für alle industrialisierten Nationen. Es existieren sehr viele Hypothesen, um diese Unterschiede in der Lebenserwartung zu erklären. Die isolierte Betrachtung der höheren Prävalenz der koronaren Herzerkrankung oder von Malignomen bei Männern greift zu kurz und kann nur der Beginn einer unvoreingenommen Betrachtung des geschlechtsspezifischen Gesundheitszustands sein. Ebenso ist die einfache These, daß weibliche und männliche Denk- und Verhaltensmuster für gesundheitliches Risikoverhalten steuerbaren Sozialisationsprozessen und einer "vernünftigen" Einsicht unterliegen, leider falsch und wird tagtäglich widerlegt. Das Zusammenspiel genetischer und umweltbezogener Risikofaktoren sowie der Sozialisation ist außerordentlich komplex und kaum geklärt. Die geschlechtsspezifischen Betrachtungen von Risikoverhalten und Lebensqualität legen nahe, daß ein gesundheitsbezogener Lebensstil, Aufklärung sowie präventive Interventionen vor allem bei männlichen Individuen vor der Pubertät einsetzen müssen, um für die Mortalität und Morbidität im Laufe des Lebens wirksam zu werden. Die Beschäftigung mit geschlechtsspezifischem Risikoverhalten und den daraus resultierenden Konsequenzen für die präventive und kurative Medizin stellt immer noch wissenschaftliches Neuland dar.
 
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