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Schoeneich G et al.  
Peniskarzinom

Journal für Urologie und Urogynäkologie 1999; 6 (1) (Ausgabe für Schweiz): 18-27
Journal für Urologie und Urogynäkologie 1999; 6 (1) (Ausgabe für Österreich): 16-27

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Keywords: AndrologiePeniskarzinomUrologie

In westlichen Ländern ist das Peniskarzinom eine seltene Erkrankung. In einigen Regionen der Erde, wo die kindliche Beschneidung nicht routinemäßig durchgeführt oder eine ausreichende Genitalhygiene nicht sichergestellt wird, wurde es zu einem signifikanten Gesundheitsproblem. Darüber hinaus scheint ätiologisch der Zusammenhang mit einer humanen Papillomvirusinfektion als gesichert. Lokal begrenzte Tis, Ta, T1-Karzinome werden organerhaltend therapiert. Ab dem Stadium T2 ist die partielle oder totale Penektomie die Therapie der Wahl. Das Management der ilioinguinalen Lymphknoten ist nach wie vor kontrovers. Bei oberflächlichen Tis, Ta und T1 WHO GI-Karzinomen kann bei nicht suspekten inguinalen Lymphknoten auf die Lymphadenektomie verzichtet werden (watchful waiting). Ab dem Stadium T1-T4 WHO G II-III sollten die Patienten früh beidseitig lymphadenektomiert werden. Chemotherapie oder Radiatio haben allein palliativen Charakter. Ihr Stellenwert ist unter kurativer Zielsetzung ebenfalls unklar. Neue Therapieansätze mit Interferon-alpha-2a und Retinoiden sowie mit Interferon-2b und Cisplatin sollten zunächst an größeren Patientenkollektiven mit ausreichender Nachbeobachtungszeit überprüft werden.
 
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