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Vasovasostomie und Tubulovasostomie im Zeitalter der ICSI - eine sinnvolle Therapieoption bei Verschlußazoospermie?

Journal für Fertilität und Reproduktion 2006; 16 (3) (Ausgabe für Österreich): 13-16
Journal für Fertilität und Reproduktion 2006; 16 (3) (Ausgabe für Schweiz): 13-16

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Abb. 1: Mukosa-Mukosa-Naht



Keywords: AndrologieICSITubulovasostomieUrologieVasovasostomie

Die obstruktive Azoospermie kann idiopathisch, kongenital, postentzündlich und iatrogen bedingt sein, wobei die häufigste iatrogen induzierte obstruktive Azoospermie durch Vasektomie bedingt ist. Mittels operativer Samenzellgewinnung können in den meisten Fällen erfolgreich Samenzellen gewonnen werden, deshalb wurde die Wertigkeit der mikrochirurgischen Rekonstruktion wiederholt in Frage gestellt. Der Nachweis von Spermatozoen im Ejakulat nach mikrochirurgischer Vasovasostomie oder Tubulovasostomie beträgt 60–97 %, bei einer Konzeptionsrate von 45–75 %. Postoperative Komplikationen sind selten und liegen im eigenen Patientengut unter 2 %. Trotz dieser hohen Erfolgsraten, die über jenen der Schwangerschaftsraten nach assistierter Reproduktion liegen, hängt die Entscheidung zur Vasovasostomie oder Tubulovasostomie von maternalen als auch paternalen Faktoren abhängig und sollte individuell mit jedem Paar ausführlich besprochen werden. Grundsätzlich ist jedoch gerade im Zeitalter der intrazytoplasmatischen Samenzellinjektion die mikrochirurgische Vasovasostomie oder Tubulovasostomie nicht nur eine Befriedigung für den mikrochirurgisch tätigen Urologen, sondern eine sinnvolle Therapieoption bei obstruktiver Azoospermie und sollte, wenn möglich, als primäres therapeutisches Ziel angestrebt werden.
 
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