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Hirschl MM  
Troponine

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (9-10): 301-305

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Abb. 1: Troponin-Komplex Abb. 2: Troponin-I-Wert - Komplikation



Keywords: BiomarkerMyokardTroponin

Die Einführung der Troponinbestimmung stellt einen wesentlichen Fortschritt in der Diagnostik des Myokardschadens dar. Der Nachweis eines erhöhten Troponin-Wertes bedeutet aufgrund der hohen Sensitivität und Spezifität dieses biochemischen Markers immer Schädigung und Untergang von Myokardzellen. Im Rahmen der koronaren Ischämie erreichen die Troponine diese exzellente Sensitivität und Spezifität 6–8 Stunden nach Schmerzbeginn und bieten daher im Vergleich zu herkömmlichen biochemischen Markern (CK, CK-MB) hinsichtlich des diagnostischen Zeitintervalls keinen Vorteil. Zudem bedeutet eine Troponin-Erhöhung nicht automatisch, daß der Myokardschaden durch koronar bedingte Minderperfusion verursacht wurde. Es gibt eine Reihe von Krankheitsbildern, wie die Pulmonalembolie, das septische Zustandsbild, die akute Myokarditis, die akute Linksherzinsuffizienz sowie die akute und chronische Niereninsuffizienz, die mit einer Erhöhung des Troponins ohne koronar bedingte Perfusionsstörung einhergehen. Bei diesen Krankheitsbildern liefern die Troponine einen wertvollen prognostischen Hinweis hinsichtlich Morbidität und Mortalität.
 
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