Krause und Pachernegg
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Yassin AA et al.  
Verbesserung der erektilen Funktion bei Männern mit altersassoziiertem Hypogonadismus unter alleiniger Testosteronbehandlung

Blickpunkt der Mann 2006; 4 (4): 35-38

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Abb. 1: Hypogonadismus Abb. 2: IIEF-Veränderung Abb. 3: Erektile Funktion - Libido



Keywords: Andrologieerektile FunktionHypogonadismusTestosteron

Ziel der Studie: Altersassoziierter Hypogonadismus geht mit einem meist moderaten Testosteronmangel einher. Diese Studie untersuchte den Effekt der Normalisierung der Testosteronspiegel bei hypogonadalen Männern mit eingeschränkter Libido und erektiler Dysfunktion. Patienten und Methode: 22 Männer mit Hypogonadismus (Altersdurchschnitt: 58 Jahre) und erektiler Dysfunktion wurden untersucht. Bei 15 Patienten lagen die Serumtestosteronkonzentrationen unter 6,9 nmol/l und bei sieben zwischen 7,2 und 11,7 nmol/l (Normbereich: > 12,0 nmol/l); es lag eine beträchtliche Anzahl an Begleiterkrankungen vor. Die Dauer der sexuellen Probleme betrug durchschnittlich 3,8 Jahre. Die Sexualfunktion wurde zu Studienbeginn und nach 24 Wochen mittels des International Index of Erectile Function (IIEF) bewertet. Die Patienten erhielten 1000 mg des lang wirksamen Testosteronundecanoat i.m. (Nebido(R)) zu den Zeitpunkten 0, 6 und 12 Wochen. Danach erfolgte die Applikation alle 3 Monate. Ergebnisse: Bei allen Patienten konnten die Serumtestosteronkonzentrationen innerhalb von 6 bis 8 Wochen auf Normalwerte angehoben werden. Nach einer Behandlung mit dem lang wirksamen Testosteronpräparat berichteten zwölf Patienten über deutliche Verbesserungen im Bereich "sexuelles Verlangen" (von 4,5 auf 8,4), und es kam ebenfalls zu Verbesserungen im Bereich "erektile Funktion" (von 12 auf 25, Fragen 1–5, und 15). Die Behandlungsdauer betrug 24 Wochen. Die verbleibenden zehn Patienten berichteten über eine Verbesserung im Bereich "sexuelles Verlangen" (von 4,5 bis 7,5), aber über keine deutliche Verbesserung im Bereich "erektile Funktion" (von 12 auf 14). Unter der Behandlung traten keine signifikanten Veränderungen der PSA-Konzentration oder des Prostatavolumens auf. Schlußfolgerung: Eine Anhebung der Testosteronkonzentrationen in den Normbereich bei Männern mit nachgewiesenem Testosteronmangel verbesserte die Libido bei den meisten Männern und die erektile Funktion bei mehr als 50 %. Es kann bis 24 Wochen dauern, bis diese Wirkungen des Testosterons erreicht werden.
 
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