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Riss P  
Postoperative Miktionsstörungen

Journal für Urologie und Urogynäkologie 1998; 5 (1) (Ausgabe für Österreich): 28-33

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Keywords: MiktionsstörungenUrogynäkologieUrologieUterusexstirpation

Nach einfacher vaginaler oder abdominaler Uterusexstirpation ist nicht mit Miktionsstörungen zu rechnen. Bei Inkontinenzoperationen ist die Höhe der Elevation des Blasenhalses wahrscheinlich ein Risikofaktor für die Entwicklung einer postoperativen Miktionsstörung. Noch wichtiger ist ein präoperativ bestehendes Miktionieren mit der Bauchpresse. Solche Patientinnen sind besonders gefährdet, postoperativ die Miktion nur spät und lange Zeit nicht restharnfrei durchführen zu können. Bei einer Radikaloperation ist das Ausmaß der Parametrienresektion für die postoperative Miktionsstörung verantwortlich. Nach einer spontanen oder operativen Entbindung ist unbedingt eine Kontrolle der Miktion erforderlich. Die Therapie von Miktionsstörungen besteht in der Identifizierung und Behandlung von Harnwegsinfekten, dem Einsatz von Elektrotherapie, der Verabreichung von beruhigenden, schmerzstillenden oder entzündungshemmenden Medikamenten. In Einzelfällen kann die Aufdehnung der Harnröhre hilfreich sein. Das oberste Prinzip ist aber Zurückhaltung und Geduld. Fast alle Miktionsstörungen bessern sich schließlich von selbst. Wenn nach 6-8 Wochen die normale Blasenfunktion nicht erreicht wurde, kann eine neuerliche operative Korrektur in Erwägung gezogen werden.
 
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