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Graziadei I  
Interferon bei dekompensierten Zirrhotikern

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2006; 4 (4): 10-13

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Keywords: chronische Hepatitis Bchronische Hepatitis CHepatologieInterferonZirrhose

Die antivirale Therapie bei dekompensierter Hepatitis-C-Zirrhose ist eine therapeutische Herausforderung. Es handelt sich zumeist um Patienten mit prognostisch ungünstigen Parametern für ein Ansprechen, und unter Umständen können lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten. Ziel der Therapie ist neben einer Krankheitsstabilisierung vor allem die Prävention der Reinfektion nach Lebertransplantation. Rezente Studien zeigten, daß durch eine spezielle Selektion der Patienten sowie Therapiemodifikation (Dosis-Eskalation) virologische Ansprechraten um maximal 30 % und bei etwa 65 % der Patienten mit erfolgreicher präoperativer Viruselimination eine Verhinderung der Reinfektion erzielt werden konnten. Auf Grund schwerer Nebenwirkungen wurden häufig Dosisreduktionen sowie eine vorzeitige Beendigung der Therapie beobachtet. Bei Patienten mit dekompensierter Hepatitis-B-Zirrhose sind Nukleosidanaloga, wie Lamivudin, Adefovir oder Entecavir, die Therapie der Wahl. Zahlreiche Studien zeigten, daß Lamivudin eine effektive und nebenwirkungsarme Therapie ist und bei 50 % der Patienten mit dekompensierter Zirrhose zu einer signifikanten Verbesserung der Leberfunktion führte.
 
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