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Zur biologischen Vergleichbarkeit und biochemischen Wirksamkeit pharmazeutischer Magnesiumverbindungen

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 1999; 6 (4): 11-21

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Keywords: magnesiumMineralstoffwechselPharmazie

Die Magnesium (Mg)-Versorgung in Deutschland ist unzureichend. Zu einer ausgeglichenen Mg-Bilanz wird eine Aufnahme von 375 mg Mg/Tag benötigt, die tatsächliche Mg-Aufnahme liegt im Bevölkerungsdurchschnitt zwischen 250 und 300 mg/Tag. Zum Ausgleich dieser Unterversorgung können pharmazeutische Mg-Präparate verwendet werden. Die im Dünndarm gelösten Mg-Formulierungen verlieren dort ihre chemische Identität und etwa ein Drittel der aufgenommenen Menge wird gemeinsam mit einem Anion im gesamten Darmbereich absorbiert. Mg wird von den Zellen durch organische Substanzen, z.B. ATP oder Nukleotide aufgenommen, die noch Bindungsäquivalenzen für Mg frei haben. Das nicht gebundene Mg wird mit dem Urin ausgeschieden. Da die Urinausscheidung von Mg sehr rasch verläuft und Mg in den Zellen nur sehr langsam retiniert wird, entspricht der absorbierte Anteil des Nahrungs-Mg dem im Urin ausgeschiedenen Mg. Nur eine lange andauernde Mg-Supplementierung erhöht die Magnesiumkonzentration in den Zellen. Nach Mg-Gaben fand man bei physischem Stress reduzierte Glukose-, Laktat- und Insulinkonzentrationen im Serum, eine verminderte Ausschöpfung des Stresspotentials durch die Hormone Cortisol, Aldosteron sowie die Katecholamine, ein erhöhter Membranschutz der Muskelzellmembranen, sowie eine um etwa 10% gesteigerte physische Leistung. Es ist anzunehmen, daß alle pharmazeutischen Mg-Präparate hinsichtlich der Resorbierbarkeit der eingesetzten Mg-Verbindung und bezüglich der biochemischen Wirkungen bioäquivalent sind.
 
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