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Winkle T et al.  
Reduktion von apoptotischen Spermien im Ejakulat mittels MACS-System

Journal für Fertilität und Reproduktion 2007; 17 (1) (Ausgabe für Österreich): 19-21

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Abb. 1: Spermien - DNA-Fragmentierung Abb. 2: Spermien - DNA-Fragemtierung



Keywords: ApoptoseGenetikReproduktionsmedizinStudie

Im Verlauf einer ART und insbesondere einer ICSI werden die eingesetzten Spermatozoen sorgfältig untersucht und ausgewählt. Bisher bezieht sich die Auswahl der Spermien nur auf WHO-Kriterien wie Konzentration, Morphologie und Motilität, wobei eine Fragmentierung oder sonstige Schädigungen der DNA nicht detektiert werden. Ziel unserer Studie war es daher, den Anteil an Spermien mit DNA-Fragmentierung und Apoptose im Ejakulat mit Hilfe des MACS-Systems (Magnetic Activated Cell Sorting) zu ermitteln und gegebenenfalls zu reduzieren. Bisher wurden Ejakulatproben von 55 Patienten mittels MACS-System aufgereinigt und anschließend sowohl der native wie auch der aufgereinigte Teil der Probe in einem Durchflußzytometer gemessen, nachdem sie mit 4’-6-Diamidino-2-phenylindol (DAPI) angefärbt worden waren. Die Isolierung durch das MACS-System erfolgte mit Hilfe von magnetisch markiertem Annexin V und einer entsprechenden Säule. Pro Probe wurden 20.000 Zellen gemessen und der Anteil an Spermien mit fragmentierter DNA ermittelt. Im Vergleich dazu wurden Proben von 37 Patienten einmal nativ und einmal nach Dichtegradientenzentrifugation analysiert. Der durchschnittliche Anteil an Spermien mit DNA-Fragmentierung betrug im nativen Ejakulat 17,6 %, wohingegen nach Aufreinigung mittels des MACS-Systems dieser Anteil auf 11,29 % reduziert werden konnte. Bei einer Aufreinigung mittels Dichtegradientenzentrifugation wurde ein Anteil von 11,83 % ermittelt. Anhand unserer Ergebnisse konnte festgestellt werden, daß mit Hilfe des MACS-Systems der Anteil an Spermien mit DNA-Fragmentierung deutlich gesenkt werden kann (17,6 % vs. 11,29 %). Außerdem zeigt der vergleichsweise hohe Anteil an Spermien mit DNA-Fragmentierung in den über Dichtegradienten aufgereinigten Proben, daß die DNA-Fragmentierung mit dieser bisher üblichen Methode nicht zu reduzieren ist (15,96 % vs. 11,83 %).
 
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