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Meizer R et al.  
Die Osteonekrose des Hüftgelenks

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2007; 14 (1): 12-17

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Abb. 1: Osteonekrose Abb. 2: Hüftkopfbohrung Abb. 3: Flexions-Valgisations-Osteotomie



Keywords: Articulatio coxaeMineralstoffwechselOrthopädieOsteonekrosePathologie

Die Osteonekrose des Hüftgelenkes entsteht durch eine Ischämie des Hüftkopfes. Diese kann traumatisch bedingt sein oder durch Risikofaktoren wie Kortikosteroide, Alkohol, Blutgerinnungsstörungen, Schwangerschaft sowie entzündliche und systemische Erkrankungen begünstigt werden. Als Sonderform der avaskulären Nekrose wird das Knochenmarködemsyndrom diskutiert. In der Diagnostik hat sich die Magnetresonanztomographie insbesondere wegen der Erfassung des reversiblen Frühstadiums zur Methode der Wahl entwickelt. Die Stadieneinteilung der ARCO unterscheidet zwischen Initialstadium (Stadium 0), reversiblem und irreversiblem Frühstadium (1 und 2), Übergangsstadium (3) und Spätstadium (4). Der Erfolg der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten hängt sehr vom Stadium bei Diagnosestellung ab. Im Frühstadium sowie beim Knochenmarködemsyndrom hat sich die Therapie mit dem Prostazyklinanalogon Iloprost bewährt und die Behandlung durch Hüftkopfbohrung in den Hintergrund gedrängt. Erfolgversprechend sind weiters die Therapien mit Enoxaparin und Bisphosphonaten. In fortgeschrittenen Stadien sind Umstellungsosteotomien und die Verwendung von Knochentransplantaten möglich. Bei großen Läsionen im Spätstadium ist die Hüftendoprothetik die Therapie der Wahl.
 
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