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Wascher TC et al.  
Stoffwechseleffekte antihypertensiver Substanzen

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2007; 14 (3-4): 78-83

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Abb. 1: AT1-Rezeptorantagonisten (ARB)



Keywords: GefäßbiologieHypertonieKardiologieStoffwechselTherapie

Der arterielle Hypertonus ist als Komponente des Metabolischen Syndroms häufig mit Glukosestoffwechselstörungen beziehungsweise erhöhtem Risiko für solche assoziiert. Unter den derzeit zur Verfügung stehenden antihypertensiven Substanzklassen scheint es deutliche Unterschiede in bezug auf die Beeinflussung des Stoffwechsels zu geben, was in der Auswahl der antihypertensiven Therapie nicht außer acht gelassen werden sollte. Gerade für Diuretika und insbesondere ältere Betablocker konnte in zahlreichen prospektiven Studien gezeigt werden, daß es während der Therapie zu signifikant vermehrten Neumanifestationen von Diabetes mellitus Typ 2 kommt. Die Ursache dafür liegt in erster Linie in einer Verschlechterung der Insulinsensitivität. Im Gegensatz dazu finden sich für ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-1-Antagonisten konsistent verminderte Diabetes-mellitus-Typ-2-Inzidenzen, wobei kausal sowohl eine Verbesserung der Insulinsensitivität als auch der Insulinsekretion angenommen werden kann. Kalziumantagonisten und zentrale Antihypertensiva gelten ebenfalls konsistent durch die Literatur als stoffwechselneutral. In Anbetracht einer deutlich steigenden Prävalenz von Glukosestoffwechselpathologien in der Bevölkerung sollten die nicht unerheblichen Stoffwechseleffekte der verschiedenen Antihypertensiva mehr Beachtung in der antihypertensiven Therapieplanung finden, um die möglichen zusätzlichen Benefits einer notwendigen Therapie zu erreichen.
 
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