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Weigel M et al.  
HIV-Infektion und assistierte Reproduktion - heute schon medizinisch und ethisch vertretbar?

Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (1) (Ausgabe für Schweiz): 7-13
Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (1) (Ausgabe für Österreich): 7-13

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Keywords: AIDSEthikFertilitätHIV-InfektionReproduktion

Die Fortschritte der antiretroviralen Therapie haben in den letzten Jahren die Lebensperspektive vieler HIV-infizierter Menschen soweit verbessert, daß vielfach auch der Wunsch nach einem eigenen Kind erwächst. Dessen Erfüllung steht aber das Infektionsrisiko für den gesunden Partner bzw. die gesunde Partnerin entgegen. Verfahren der assistierten Reproduktion weisen zwar einen Ausweg aus diesem Dilemma, ihrer Anwendung bei HIV-diskordanten Paaren stehen aber teilweise medizinische, ethische und juristische Bedenken entgegen. Bei HIV-positiven Frauen scheint diese Zurückhaltung insbesondere aus haftungsrechtlichen Erwägungen wegen des Risikos einer materno-fetalen Virustransmission gegenwärtig noch gerechtfertigt. Bei HIV-Infektion des Ehemannes besteht dagegen eine medizinische Indikation für Verfahren der assistierten Reproduktion. Denn durch standardisierte Aufbereitungstechniken können motile Spermien von im Ejakulat enthaltenen HI-Viren separiert werden und stehen nach Testung mittels hochempfindlicher Nachweisverfahren für eine Behandlung der gesunden Partnerin zur Verfügung. Die dabei heute erreichten Standards können medizinische, ethische und rechtliche Bedenken weitgehend ausräumen.
 
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