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Tempfer C et al.  
Neue Diagnoseverfahren bei Patientinnen mit Abortus habitualis

Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (1) (Ausgabe für Schweiz): 18-23
Journal für Fertilität und Reproduktion 2001; 11 (1) (Ausgabe für Österreich): 18-23

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Keywords: Abortus habitualisFehlgeburtFertilitätReproduktion

Als ursächliche Faktoren des Abortus habitualis kommen eine Vielzahl an angeborenen und erworbenen Störungen in variabler Kombination in Frage. Dazu zählen genetische Defekte, Uterusanomalien, endokrinologische Störungen, Stoffwechselstörungen, genitale Infektionen und immunologische Störungen. Diese Faktoren sollten daher bei der diagnostischen Abklärung betroffener Frauen berücksichtigt werden. Neben der Chromosomenanalyse beider Partner sollte eine hysteroskopische Abklärung des Uteruscavums erfolgen. Bei wiederholten Aborten im 2. Trimenon der Schwangerschaft ist eine Abklärung hinsichtlich Zervixinsuffizienz indiziert. Eine endokrinologische Abklärung mit Berücksichtigung von Corpus luteum-Insuffizienz, Hyperprolaktinämie und Hyperandrogenämie, die Abklärung des Vorliegens einer Hyperhomozysteinämie, sowie eine infektiologische Abklärung sind aufgrund der zur Verfügung stehenden therapeutischen Möglichkeiten sinnvoll. Von immunologischer Seite sollte eine Diagnostik mit Hinblick auf ein Antiphospholipidsyndrom erfolgen, da auch in diesem Fall therapeutische Optionen bestehen. Sowohl die HLA-Typisierung, als auch die T-Helferzellen Subpopulationsanalyse und weiterführende genetische Untersuchungen, wie Bestimmung der X-Chromosomeninaktivierung oder die Analyse thrombophiler und immunogener Mutationen sind als experimentelle Diagnoseverfahren anzusehen.
 
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