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Widhalm K et al.  
Welcher Fisch soll auf den Tisch? Omega-3-Fettsäuren versus Quecksilberbelastung

Journal für Ernährungsmedizin 2007; 9 (3): 6-13

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Abb. 1: EPA - DHA



Keywords: ErnährungsmedizinOmega-3-FettsäureQuecksilber

Fisch ist generell eine günstige Quelle für hochwertige Proteine, Jod und Selen, wobei sich insbesondere fettreiche Fischarten durch einen hohen Gehalt an langkettigen, mehrfach ungesättigten n-3-Fettsäuren auszeichnen. Der kardioprotektive Benefit von EPA und DHA zur Primär- und Sekundärprävention wurde bereits mehrfach dokumentiert. Darüber hinaus deutet eine Reihe von Untersuchungen darauf hin, dass sich die mütterliche Aufnahme von DHA günstig auf die frühe Neuroentwicklung des Kindes auswirkt. Auf Basis dieser Erkenntnisse sprechen nationale und internationale Fachgesellschaften die Empfehlung aus, wöchentlich ein bis zwei Fischmahlzeiten zu verzehren. Vice versa wird die Öffentlichkeit gleichzeitig mit Berichten konfrontiert, die vor potentiellen Gesundheitsgefahren durch Quecksilber in Fischen warnen. Da nicht alle Speisefische gleichermaßen belastet sind und das Risiko für spezielle Bevölkerungsgruppen höher ist, bedarf es einer differenzierten Risiko-Nutzenbewertung des Fischkonsums. Die Autoren einer rezent publizierten Evaluierung berichten, dass der Benefit von moderatem Fischkonsum größer ist als das potentielle Risiko durch Umwelt-kontaminanten. Gefährdete Personengruppen hingegen, wie zum Beispiel Frauen im gebärfähigen Alter mit Kinderwunsch, schwangere und stillende Frauen und Kleinkinder, sollten jedoch stärker belastete Fischsorten wie Schwertfisch, Haifisch, Albacore-Thunfisch, Ziegelbarsch und Königsmakrelen vermeiden oder nur sehr eingeschränkt konsumieren. Aus einer zusammenfassenden Marktanalyse des österreichischen Handels geht hervor, dass der österreichische Alpenlachs eine Sonderposition einnimmt, da er einen besonders hohen Gehalt an EPA und DHA aufweist und zugleich nahezu frei von Umweltkontaminanten ist. Aus gesundheitlicher und ökologischer Sicht für den regelmäßigen Verzehr geeignet sind darüber hinaus Lachs, Atlantischer Hering, Sardinen, Makrele, Seelachs und andere heimische Fischsorten, die jedoch in unterschiedlichem Maße zur optimalen Aufnahme von DHA und EPA beitragen.
 
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