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Lind-Albrecht G, Rotheimer-Hering S  
Reduktion des gastrointestinalen Risikos in Parallelität zur verminderten Schmerzmedikatin nach wiederholter Radonstollentherapie bei Spondylitis ankylosans - 12-Jahres-Follow-up einer kontrollierten prospektiven Studie

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2007; 14 (4): 147-149

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Abb. 1: Schmerzmedikation Abb. 2: Gastrointestinale Diagnostik



Keywords: RadontherapieRehabilitationSpondylitis ankylosansStudie

Ziel der vorliegenden kontrollierten prospektiven Untersuchung ist die Beobachtung des langfristigen Einflusses von wiederholter Radonstollentherapie bei Patienten mit Spondylitis ankylosans auf deren Verbrauch an NSAR und auf die Häufigkeit gastrointestinaler Komplikationen. 100 Probanden mit gesicherter Spondylitis ankylosans und wiederholten Reha-Behandlungen wurden im Rahmen eines Langzeit-Follow-ups über 12 Jahre zu NSAR-Verbrauch (Einnahmetage/Woche) und zu durchgemachten gastrointestinalen Komplikationen mit der Folge eines stationären Krankenhausaufenthaltes befragt. Weiter wurden die gastrointestinale Diagnostik und die Einnahme von PPIs sowie diverse soziodemographische und weitere medizinisch relevante Parameter erfragt. Die Prüfgruppe mit 49 Probanden und die Kontrollgruppe mit 51 Probanden führten jeweils etwa 6 Reha-Maßnahmen in den vergangenen 12 Jahren durch, die Prüfgruppe erhielt dabei zusätzlich Radonstollentherapie. Die Häufigkeit der Einnahme von NSAR (inkl. Coxibe) sank im Vergleich zum Ausgangspunkt vor 12 Jahren ausschließlich in der regelmäßig mit Radonstollentherapie behandelten Prüfgruppe (p < 0,05). Der Prozentsatz von Probanden mit schweren gastrointestinalen Komplikationen mit der Folge des Krankenhausaufenthaltes war in der Kontrollgruppe mit 18 % deutlich höher als in der Prüfgruppe mit 5%. Blutungen des Magens oder Darms wurden ausschließlich in der Kontrollgruppe berichtet. Offensichtlich führt also die regelmäßig wiederholte Radonstollentherapie für Patienten mit Spondylitis ankylosans zu einer langfristig verminderten NSAR-Einnahme und konsekutiv reduzierter gastrointestinaler Komlaktionsrate.
 
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