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Mühlberger V, Pachinger O  
Koronarangiographie und PCI in Österreich im Jahr 2006 (mit Audit 2004 bis 2006)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (1-2): 1-16

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Abb. 1: DES - Stent - Österreich Abb. 2: DES - Österreich Abb. 3: DES - PCI - Österreich Abb. 4: PCI - Myokardinfarkt - Österreich Abb. 5: PCI - Mortalität - Österreich Abb. 6: CA - Österreich Abb. 7: PCI - Österreich Zum letzten Bild



Keywords: CAKardiologieKoronarangiographiePCIStatistikÖsterreich

2006 wurden in Österreich 50.667 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 19.263 perkutane koronare Interventionen (PCI) durchgeführt. Das entspricht einer Zunahme der CA-Fallzahlen von 3,8 % und der PCI-Fallzahlen von 3,6 % gegenüber 2005. Beide Steigerungsraten sind geringer als in den Vorjahren. Der Prozentanteil PCI/ CA ist in den Jahren 2001–2006 signifikant von 31,1 % auf 38,0 % angestiegen (p ≤ 0,001). 2006 (wie 2005) kamen in Österreich wieder 2 neue Zentren dazu, alle 34 Zentren führten im Jahr 2006 nicht nur Koronarangiographien, sondern zusätzlich auch PCI durch. In 5009 Fällen erfolgte eine Akut-PCI wegen Verdacht auf Myokardinfarkt, der Prozentanteil ist in den Jahren 2002–2006 von 11,7 % auf 26,0 % aller PCI signifikant angestiegen (p ≤ 0,001). Die Hospitalmortalität 2006 nach PCI beträgt 0,87 % und setzt sich zusammen aus jener für nichtakute PCI von 0,098 % (14/14.254) und jener für Akut-PCI von 3,07 % (154/5009), wobei nach Akut-PCI im Infarkt mit Schock (100/395 = 25,3 %) die wesentlich höhere Mortalität besteht als nach Akut-PCI im Infarkt ohne Schock (54/4614 = 1,17 %). Die Rate notfallmäßiger Operationen nach PCI-Komplikation betrug 2006 0,068 % und die Mortalität infolge notfallmäßiger Operationen traf 3 der 13 Patienten. Insgesamt wurden bei 17.399 Fällen (90,3 % der PCI-Fälle) Stents implantiert. "Drug-eluting Stents" (DES) mit einem Anteil von derzeit 69,2 % aller Stentfälle haben in den vergangenen Jahren (22,4 % im Jahr 2003; p < 0,001) ein Plateau erreicht. Paclitaxel ist mit 4995 im Jahr 2006 gemeldeten Fällen wieder die meistverwendete Substanz. Eingriffe wegen Instent-Restenose sind 2003–2006 bei 4,9 %, 5,5 %, 4,9 % und 5,8 % (p < 0,001) aller PCI-Fälle dokumentiert, wobei 2006 eine Brachytherapie nicht mehr zur Anwendung kam. Der Anteil von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten ist mit 22,1 %, 17,8 %, 19,4 % und 17,7 % der Stentfälle von 2003–2006 signifikant rückläufig (p < 0,01) und bei Punktionen am Arm mit 2,2 %, 1,7 %, 3,6 % und 8,2 % der PCI-Fälle erstmals ansteigend. Vor allem hat die Anzahl der verwendeten Hilfsmittel zum Punktionsverschluss von 2003–2006 von 48,3 % auf 65,8 % der PCI signifikant zugenommen (p < 0,001), bei CA hat die Anzahl von 2005 auf 2006 von 23,7 % auf 41,7 % zugenommen. Der Anteil gemeldeter Gefäßkomplikationen nahm nicht zu. 2004–2006 fanden in 18 der 34 österreichischen Labors insgesamt 19 Monitorvisiten statt. Im europäischen Vergleich liegt Österreich (8,299 Millionen Einwohner) im Jahr 2006 mit 6104 CA und 2321 PCI pro Million Einwohner und auch bezüglich der Anteile PCI/CA und DES/Stent weiter im vorderen Feld. Die Daten werden über http://iik.i-med.ac.at/ kommuniziert. Zusammenfassend werden die Trends der vergangenen Jahre bestätigt, es haben die DES ein Plateau erreicht, aber die Eingriffe wegen Restenose reduzieren sich nicht und die Verwendung von Hilfsmitteln zum Punktionsverschluss nimmt zu.
 
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