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Summary
Schannwell CM et al.  
Humane autologe Stammzelltransplantation zur Myokardregeneration bei dilatativer Kardiomyopathie (NYHA Stadium II bis III)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (1-2): 23-30

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Abb. 1: Patient - NYHA-Stadium Abb. 2: DCM Abb. 3: DCM Abb. 4: DCM Abb. 5: DCM Abb. 6: DCM Abb. 7: DCM Zum letzten Bild



Keywords: KardiologieKardiomyopathieStammzelltransplantationStudie

Einleitung: Die Herzinsuffizienz ist eine in der Häufigkeit stark zunehmende, die Lebensqualität beeinträchtigende und die Lebenserwartung verkürzende Erkrankung, die erhebliche Kosten verursacht. Nachdem eine Vielzahl von Studien nachweisen konnte, dass die Therapie von Patienten mit akutem Herzinfarkt und chronischer koronarer Herzerkrankung mit aus dem Knochenmark isolierten mononukleären Zellen sicher ist und die Herzfunktion verbessert, untersuchten wir erstmalig die Wirkung einer intrakoronaren (i.c.) autologen Stammzelltransplantation bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie (DCM). Methodik: Insgesamt wurden 10 Patienten mit DCM in die Studie eingeschlossen (Gruppe I). Als Kontrollkollektiv dienten 10 alters- und geschlechtsspezifische Patienten mit vergleichbarer Auswurffraktion, bei denen ebenfalls eine koronare Makroangiopathie und Myokarditis ausgeschlossen worden war (Gruppe II). Bei den Patienten der Gruppe I erfolgte eine i.c. autologe Stammzelltransplantation mit mononukleären Zellen. Der Herzkatheter wurde in das dominante Koronargefäß platziert und die Zellinfusion erfolgte fraktioniert während einer Niedrigdruck-Balloninsufflation. Zur Erzeugung einer maximalen Ischämie wurde den Patienten Dobutamin i.v. und Dipyridamol i.c. appliziert. Um die Verweildauer der Stammzellen und die Möglichkeit einer Adhäsion zu erhöhen, wurden zusätzlich noch Makroalbuminaggregate intrakoronar verabreicht. Alle 20 Patienten wurden nach 3 Monaten nachuntersucht. Resultate: Bei den 10 Patienten der Gruppe I konnten wir nachweisen, dass es nach 3 Monaten zu einer statistisch relevanten Verbesserung der linksventrikulären Auswurffraktion von 17 ± 1 auf 26 ± 3 % und der körperlichen Leistungsfähigkeit von im Durchschnitt 25 Watt auf 75 Watt gekommen ist. Des Weiteren zeigte sich eine Zunahme der maximalen Sauerstoffaufnahme unter Belastung von 1236 ± 217 ml/min. auf 1473 ± 198 ml/min. Außerdem konnte ein Rückgang der Arrhythmien dokumentiert werden. Bei den Patienten der Gruppe II wurden nach 3 Monaten keine relevanten Veränderungen festgestellt. Nebenwirkungen der intrakoronaren autologen Stammzelltherapie wurden nicht beobachtet, insbesondere keine Arrhythmien, keine Zeichen der Herzinsuffizienz, Luftnot und Palpitationen. Zusammenfassung: Das neue Therapieverfahren der i.c. autologen Stammzelltransplantation scheint auch als eine neue Option zur Kausaltherapie bei Patienten mit DCM geeignet zu sein. Die Effizienz dieser neuen Therapie muss noch in großen Studien geprüft werden.
 
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