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Schramm T et al.  
Amlodipin im Study Program on Physical activity and on Risk reduction in Treated Hypertensives (SPORT-H) - hämodynamische, metabolische und hormonale Effekte bei körperlich aktiven Patienten mit arterieller Hypertonie

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2001; 5 (1): 23-28

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Keywords: Amlodipinarterielle HypertonieHypertonieSPORT-HStudie

Hintergrund: Im Rahmen des SPORT-H-Studienprogramms (Study program on Physical activity and on Risk reduction in Treated Hypertensives) führten wir die präsentierte Pilotstudie durch, um die Effekte des langwirksamen Kalziumantagonisten Amlodipin auf die Hämodynamik, den Energie-Stoffwechsel und die Hormonspiegel sowie die Sauerstoffaufnahme in Ruhe und bei körperlicher Maximal- und Ausdauerbelastung bei physisch aktiven Patienten mit arterieller Hypertonie ohne Sekundärschäden zu untersuchen. Studiendesign: Dreizehn physisch aktive Patienten mit milder bis mittlerer EH wurden eingeschlossen: Alter: 43 ± 3 Jahre, Gewicht: 80 ± 2 kg, Blutdruck (BP): 151 ± 3/101 ± 3 mmHg, Herzfrequenz: 72 ± 3/Min. Nach einer 14-tägigen Wash-out-Periode wurde eine Spiroergometrie bis zur maximalen Erschöpfung (WHO-Schema) durchgeführt, gefolgt von einer 60-minütigen submaximalen fahrradergometrischen Belastung auf der 2 mmol/l Laktat-Schwelle 48 h später. Vor, während und direkt nach den Belastungen wurden Blutproben entnommen. Das gleiche Protokoll wurde nach einer 42-tägigen Behandlungsphase mit 5 mg Amlodipin o.d. wiederholt. Ergebnisse: Die Amlodipintherapie führte zu einer signifikanten Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks in Ruhe und während maximaler und submaximaler Belastung. LDL- und HDL-Cholesterin, Glukose, freie Fettsäuren, Plasma-Insulin, Cortisol und der belastungsinduzierte Anstieg von Beta-Endorphinen und hGH blieben unverändert. Maximale Herzfrequenz, Maximalleistung und Ausdauerleistungsfähigkeit, maximale Sauerstoffaufnahme wurden durch die Amlodipintherapie nicht beeinflußt. Das Druck-Frequenz-Produkt (PFP) wurde durch Amlodipin signifikant verringert. Diskussion: Amlodipin kontrolliert den Blutdruck effektiv in Ruhe, während der Maximalbelastung und während der submaximalen Belastung, denen der körperlich aktive Patient, häufig ausgesetzt ist. Die Abnahme des PFP weist auf einen reduzierten myokardialen Sauerstoffbedarf hin. Die Stoffwechselneutralität und die Neutralität hinsichtlich der bei Belastung anfallenden Streßhormone sowie die Beibehaltung der Leistungsfähigkeit im maximalen und submaximalen Bereich zeigen die Eignung von Amlodipin in der Therapie bei körperlich aktiven Patienten mit arterieller Hypertonie und lassen bei zudem erhaltener subjektiver Leistungsbereitschaft auf eine gute Compliance hoffen.
 
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