Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Yassin AA, Saad F  
Der Link zwischen erektiler Dysfunktion und metabolischem Syndrom - Möglichkeiten der Behandlung

Blickpunkt der Mann 2008; 6 (1): 10-14

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   




Keywords: Altererektile DysfunktionMannMetabolisches Syndrom

Zwischen Beschwerden, die häufig bei älteren Männern auftreten (viszerale Fettleibigkeit, kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und erektile Dysfunktion), auf der einen Seite und Testosteronmangel auf der anderen Seite gibt es häufig eine enge Beziehung. Bei Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) ist die Prävalenz des metabolischen Syndroms (MetS) erhöht. Diese Arbeit soll bewusst machen, dass nicht nur die ED behandelt werden soll, sondern dass die verantwortlichen Komorbiditäten und Risikofaktoren diagnostiziert und gegebenenfalls behandelt werden müssen. Damit wird die ED zwar nicht kurzfristig korrigiert, aber eine langfristige Prävention betrieben. Eine Änderung der Risikofaktoren und Anpassung des Lebensstils sollten in jungen Jahren in Angriff genommen werden. So zeigte eine longitudinale Studie, dass späte Intervention bei ED nicht ausreichend hilft. Bei übergewichtigen Männern mit ED führen Veränderungen des Lebensstils zu einer Verbesserung der Sexualfunktion. Gewichtsreduktion und vermehrte körperliche Aktivität haben einen hervorragenden Effekt auf die erektile und die endotheliale Funktion bei übergewichtigen Männern. Testosteron gewinnt bei der Behandlung der ED zunehmend Aufmerksamkeit, und die Anwendung von Testosteron gibt zusätzlich die Möglichkeit, eng mit der ED verbundene Symptomatiken wie das metabolische Syndrom zu behandeln. Kardiovaskuläre Erkrankungen, viszerale Fettansammlung, ED und Hypogonadismus treten häufig bei älteren Männern auf. Bis vor kurzem wurde davon ausgegangen, dass es dabei um mehr oder weniger voneinander unabhängige Erkrankungen geht, die jeweils von einem anderen Spezialisten behandelt werden. Infolge des wachsenden integrativen Anspruchs bei der Betrachtung des älteren männlichen Patienten konnten diese Erkrankungen in ihrer Ätiologie, den diagnostischen Strategien und der Therapie zusammengeführt werden. Die Behandlung einer Komponente wirkt sich günstig auf die anderen aus. Die meisten älteren Männer betrachten die genannten Erkrankungen als natürliche Folgen des Alterns und vermeiden so die ärztliche Konsultation. Oft sind sie erst beim Auftreten einer ED motiviert, einen Arzt aufzusuchen. Eine sinnvolle Behandlung der ED wird die oben genannten anderen Erkrankungen mit einschließen. Dieser Beitrag ist auf die Rolle von Testosteron bei erektiler (Dys-) Funktion und metabolischem Syndrom fokussiert. Wir konnten zeigen, dass Männer mit erniedrigten Testosteronspiegeln hinsichtlich ED und metabolischem Syndrom von einer Testosterontherapie profitieren.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung