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Fischl F  
Androgene und Androgentherapie bei der Frau

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2001; 8 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Österreich): 16-20

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Keywords: AndrogeneAndrogentherapieMenopauseUrogynäkologieUrologie

Testosteron und Androstendion sind die beiden androgenen Hormone, die im Ovar im fertilen Lebensalter produziert werden. Aber auch das postmenopausale Ovar bleibt weiterhin endokrin kompetent, d. h. die Androgene werden noch bis in das 6. Lebensjahrzehnt produziert, wobei jedoch die Androstendionproduktion deutlich reduziert wird. Ebenso sinkt die Testosteronproduktion deutlich ab. Neben den führenden Symptomen des Klimakteriums wie Leistungsverlust und Libidoverlust, die auch durch eine alleinige Östrogensubstitution oft nicht ausreichend gebessert werden können, ergeben sich durch den auftretenden Androgenmangel weitere klinische Symptome. So treten während des Klimakteriums und in der Postmenopause bei vielen Frauen, die sonst keine Gewichtsprobleme hatten, Figurprobleme und Übergewicht auf. Es kommt zu typischen Veränderungen der Körperform und Art der Fettverteilung, denn durch den Androgenmangel kommt es zu einer verminderten Lipolyse und damit zu einer Vergrößerung des abdominalen Fettes. Aus diesem Grunde ist die prophylaktische Ovarektomie bei einer nötigen Hysterektomie im vierten bis fünften Lebensjahrzehnt genau zu überlegen und das Risiko einer malignen Entartung sowie möglichen Ausfallserscheinungen durch das vorzeitige Entfernen der Ovarien abzuwägen und individuell in jedem einzelnen Fall mit der betroffenen Frau zu besprechen.
 
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