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Apfalter P, Nehr M  
Anzucht von Chlamydia pneumoniae aus atherosklerotischen Gefäßen und kontinuierliches Wachstum in vitro

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (4): 104-108

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Keywords: AtheroskleroseChlamydia pneumoniaeKardiologie

Ob und in welcher Form Chlamydia (C.) pneumoniae an der Atherogenese beteiligt ist, wird zur Zeit intensiv und teils kontroversiell wissenschaftlich diskutiert. Während die mittels molekularbiologischer Tests erzielten Nachweisraten zwischen 0 und 100 % schwanken, gelang die im Hinblick auf die Klärung kausaler Zusammenhänge wesentlich bedeutsamere Anzucht des Erregers aus Gefäßen, sowie deren Überleben über längere Zeit unter in-vitro Bedingungen, nur in sehr wenigen Fällen. Mit dem Ziel, eine derartige Stammsammlung "vaskulärer Isolate" aufzubauen, wurde ein Zellkultursystem etabliert. Der Erreger konnte aus 38 Gefäßen unterschiedlicher Lokalisation in drei Fällen (7, 9 %) angezüchtet werden. Die Bestätigung des Erregers als C. pneumoniae erfolgte mittels indirekter, speziesspezifischer Immunfluoreszenz sowie mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zweier für C. pneumoniae spezifischer Genregionen: durch Amplifikation von Fragmenten des 16S rRNA- und des 3-Deoxy-Alpha-D-Mannose-Octulosonsäuretransferase (KDO-Transferase) Gens. Die drei Isolate stammen aus der Arteria carotis, der Arteria femoralis sowie einem infrarenalen Bauchaortenaneurysma dreier männlicher Atherosklerosepatienten und zeigen, daß sich lebensfähige C. pneumoniae-Stämme auch aus anderen als den bisher vereinzelt beschriebenen Gefäßregionen (Herzkranzgefäße, Arteria carotis) isolieren und kontinuierlich in vitro züchten lassen.
 
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