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Kudlacek S  
Androgendefizit als Ursache der Osteoporose beim Mann

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2008; 15 (1): 31-33

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Abb. 1: Hormonsynthese - Mann Abb. 2: Testosteron - Vitamin D



Keywords: AndrologieMannOsteoporose

Die Osteoporose als ein systemischer Verlust des Knochenmineralgehaltes mit erhöhter Frakturinzidenz wurde überwiegend beim Östrogendefizit in der Postmenopause bei Frauen untersucht. Sowohl das Auftreten von Wirbelkörper- und Schenkelhalsfrakturen als auch die damit verbundene Exzessmortalität ist bei Frauen und Männern nachgewiesenermaßen unterschiedlich. Ein der Menopause der Frau entsprechendes Syndrom mit Verlust des Serumtestosterons, ADAM ("androgen deficiency syndrome of the aging male"), konnte bisher nicht schlüssig nachgewiesen werden. Die Substitution männlicher Hormone im Alter hat positive Effekte auf den Knochenstoffwechsel des Mannes, allerdings kann vorerst auf Grund der bisherigen Datenlage eine Hormonersatztherapie alleine zur Frakturprävention nicht allgemein empfohlen werden. Eine Vielzahl weiterer Risikofaktoren, z. B. Glukokortikoidtherapie, Alkoholkonsum, hyperthyreote Schilddrüsenfunktion, Magenoperation, Plasmozytom, sind als Ursache einer sekundären Osteoporose ebenfalls auszuschließen. Durch eine antiandrogene Therapie bei Patienten mit Prostatakarzinom ist ein erhöhtes Frakturrisiko vorprogrammiert. Die Therapie mit Bisphosphonaten, peroral oder intravenös, gilt als Standard für eine effektive Therapie auch bei der männlichen Osteoporose, eine adäquate Vitamin-D-Versorgung vorausgesetzt.
 
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