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Sturm W  
Zufallsbefund Nierenarterienstenose

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (3-4): 61-64

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Abb. 1: NAST Abb. 2: NAST



Keywords: AngiologieKardiologieNierenarterienstenose

Aufgrund des generalisierten Charakters der Systemerkrankung Atherosklerose werden bei den häufig durchgeführten Angiographien der Koronarien oder der peripheren Arterien Nierenarterienstenosen (NAST) als Zufallsbefund erhoben. Während die Prävalenz der NAST bei Hypertonikern weniger als 5 % beträgt, findet man eine NAST bei koronarer Herzkrankheit (KHK) und bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) deutlich häufiger. Natürlich leitet sich aus dem Zufallsbefund NAST noch keine Therapieindikation ab. Eine NAST ist nicht gleichbedeutend mit einer renovaskulären Hypertonie und führt meist nicht zu einer ischämischen Nephropathie, sie ist jedoch unabhängig von KHK oder PAVK assoziiert mit einer erhöhten kardiovaskulären Mortalität. Aus diesem Grund müssen vor jeder Angiographie der Koronarien oder der peripheren Arterien eventuelle klinische Hinweise auf eine renovaskuläre Hypertonie bereits im Vorfeld abgeklärt und die entsprechende bildgebende Diagnostik durchgeführt werden. Besteht eine renovaskuläre Hypertonie, kann man anhand der vorliegenden Guidelines die Therapieindikation stellen und die in den überwiegenden Fällen interventionelle Therapie der NAST in einer Sitzung mit der angiographischen Abklärung der KHK oder PAVK durchführen.
 
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