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Riecher-Rössler A  
Geschlechterspezifische Aspekte der Depression* - Frauenspezifische Aspekte der Depression

Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2008; 2 (1) (Ausgabe für Schweiz): 31-32

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Keywords: DepressionEndokrinologieFrau

Frauen leiden etwa doppelt so häufig an depressiven Erkrankungen wie Männer. Auch Symptomatik und Verlauf zeigen deutliche Geschlechtsunterschiede. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen handelt es sich lediglich um vermeintliche Unterschiede, etwa dadurch, dass die Diagnose einer Depression bei Frauen eher gestellt wird. Doch es gibt auch echte Häufigkeitsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Diese sind zum Teil biologisch, zum Teil psychosozial und kulturell, häufig aber multifaktoriell zu erklären. Weibliche Sexualhormone und frauenspezifische Einflüsse wie Menstruation, Geburt und Menopause können ebenso eine Rolle spielen wie geschlechtsspezifisches Rollenverhalten und Rollenkonflikte, sozialer Status, Gewalt und Missbrauch. Die Berücksichtigung dieser und vieler anderer Faktoren könnte unser Verständnis für depressive Erkrankungen und deren Behandlung – nicht nur bei Frauen – entscheidend verbessern.
 
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