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Huber K et al.  
Fondaparinux bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein neues Antithrombin mit herausragenden Eigenschaften

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (5-6): 132-138

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Abb. 1: Pentasaccharide Abb. 2: PENTUA-Studie Abb. 3: OASIS-5 Abb. 4: OASIS-5 Abb. 5: OASIS-5 Abb. 6: PENTALYSE-Studie Abb. 7: OASIS-6 Zum letzten Bild



Keywords: FondaparinuxHerz-Kreislauf-ErkrankungKardiologieKHK

Fondaparinux, ein synthetisches Pentasaccharid, führt zu einer indirekten Hemmung des Gerinnungsfaktors Xa und behindert in der Folge die Bildung von Thrombin. Fondaparinux wurde als Vergleichssubstanz gegenüber unfraktioniertem (Standard-) Heparin oder dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin in der Prophylaxe oder Therapie von venösen Thrombosen getestet. Zuletzt wurde Fondaparinux auch bei Patienten mit akuten Koronarsyndromen (ACS) untersucht: bei Patienten mit ACS ohne ST-Hebung (NSTE-ACS) waren sowohl die Blutungsrate als auch die Kurz- und Langzeitmortalität im Fondaparinuxarm (2,5 mg/Tag s. c.) signifikant geringer als in den Enoxaparin-behandelten Patienten (1 mg/kg KG 2×/Tag s. c.) (OASIS-5-Studie). Bei Patienten mit akutem ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI) war Fondaparinux in den Subgruppen der konservativ behandelten Patienten (ohne Reperfusion) und der Patienten, die eine pharmakologische Reperfusion erhielten (Thrombolyse) von Vorteil gegenüber Placebo oder unfraktioniertem Heparin. Hingegen zeigte sich bei Patienten mit STEMI, die einer Akut-PCI unterzogen wurden, eine starke Tendenz zugunsten von unfraktioniertem Heparin gegenüber Fondaparinux (OASIS-6-Studie). Daher wird Fondaparinux in den internationalen Richtlinien als das Antithrombin mit der günstigsten Risiko/Nutzen-Ratio bei NSTEMI aber auch bei STEMI-Patienten mit Ausnahme jener Patienten, die sich einer Akut-PCI unterziehen, empfohlen. Fondaparinux könnte schon in der nahen Zukunft die Heparine in diesen Indikationen weitgehend ersetzen.
 
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