Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Schindler AE  
Operative und medikamentöse Therapie der Endometriose/Adenomyose

Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2008; 2 (2) (Ausgabe für Österreich): 18-26
Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2008; 2 (2) (Ausgabe für Schweiz): 18-24

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Östradiol-Serumspiegel Abb. 2: Schmerz Abb. 3: Sterilität - Kinderwunsch



Keywords: AdenomyoseEndometrioseGynäkologieTherapie

Endometriose ist eine der häufigsten gutartigen, proliferativen Erkrankungen der Frau. Die Therapie konzentriert sich auf drei Problemkreise: 1. Schmerzen (vor allem zyklusabhängige Beschwerden, aber auch zyklusunabhängige Beschwerden, Blasenbeschwerden und Darmbeschwerden), 2. Fertilitätsstörungen (gestörte Konzeption und erhöhte Abortrate), 3. Beeinträchtigung von Organen bzw. Organfunktionen (z. B. Ureterstenose, Darmstenose, Blasenwandinfiltration). Da die Endometriose eine progressive Erkrankung mit hoher Rezidivhäufigkeit ist und während der Funktion der Ovarien immer wieder neue Herde entstehen können, kommt der Therapie ein besonderer Stellenwert zu. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine möglichst frühe Erkennung der Endometriose wichtig. Therapeutisch stehen operative Verfahren zur Verfügung, die zum Ziel haben, möglichst alle sichtbaren Endometriosegewebe zu entfernen und, falls Schwangerschaft erwünscht ist, fertilitäts- und organerhaltend zu operieren. Art und Umfang des operativen Vorgehens sind abhängig vom Befund. Für die medikamentöse Behandlung steht eine Reihe von Substanzgruppen und Präparaten zur Verfügung. Dazu gehören: 1. Östrogen/Gestagen-Kombination (Pille), wenn möglich als Langzyklus, 2. Gestagene in kontinuierlicher Anwendung und mit dem Ziel, eine Amenorrhoe zu erreichen, um einen optimalen klinischen Effekt zu erzielen, 3. GnRH-Agonisten, die am effektivsten zur Funktionsruhe der Ovarien führen und damit auf die Endometriose einwirken, wobei die durch den Östrogenentzug herbeigeführten Symptome durch eine sogenannte Add-back-Therapie kontrolliert werden können. Dies trifft auch für den Knochendichteverlust zu. Man muss aber beachten, dass diese medikamentösen Therapieformen maximal eine Rückbildung der Endometriose bewirken können. Bei Beendigung der Behandlung (chirurgisch oder medikamentös) ist in ein bis mehreren Jahren mit Rezidiven oder neuen Endometrioseherden zu rechnen. Deshalb ist für die operative und medikamentöse Kontrolle der Endometriose ein individuelles Langzeittherapiekonzept zu erstellen. Eine Reihe von weiteren Substanzgruppen wird zurzeit klinisch untersucht.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung