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Azad N, Power B  
Dementia in Women of the Role of Hypertension and Hypercholesterolemia

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2008; 12 (2): 17-21

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Keywords: DemenzgenderHypertoniedementiahypertension

Demenz bei Frauen und die Rolle von Bluthochdruck und Hypercholesterinämie. Den größten Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz stellt das Altern dar und Frauen machen einen Großteil älterer Menschen aus. Es wurde festgestellt, dass Männer erwarten können, 2,5–3 Jahre ihres verbleibenden Lebens mit einer Form kognitiver Beeinträchtigung zu leben und diese Zahl ist fast doppelt so hoch für ältere Frauen. Geschlechtsunterschiede im Vorkommen der Alzheimerdemenz, vaskulären Demenz und bei der Rolle vaskulärer Risikofaktoren sind gemeldet worden. Ältere Frauen leiden signifikant häufiger an Bluthochdruck und Hyperlipidämie und auch ihre Wahrscheinlichkeit für multiple vaskuläre Risikofaktoren ist höher. Die wichtigste Präventivmaßnahme gegen die Entwicklung von Demenz bei Frauen ist die frühe Feststellung von vaskulären Risikofaktoren und deren optimale Behandlung. Die Prävalenz des Bluthochdrucks ist bis zum Alter von 60 Jahren bei Männern größer als bei Frauen, danach tritt der Bluthochdruck, vor allem die systolische Hypertension, häufiger bei Frauen auf. Die Behandlung des Bluthochdrucks kann das klinisch wichtigste Ziel zur Langzeitintervention mit der Hoffnung der Risikoreduktion von Demenz sein. Die Beziehung zu Cholesterin und dessen Verbindung zur Demenz bleibt ein aufregendes und widersprüchliches Forschungsgebiet. Studien mit Patienten mittleren Alters zeigen, dass früh auftretende erhöhte Cholesterinspiegel ein Risiko für die Entwicklung von Demenz später im Leben mit sich bringen. Frauen, die bis ins hohe Alter erhöhte HDLCholesterinwerte aufrechterhalten, können gegen die Alzheimerdemenz geschützt sein. Schlussfolgerung: Die widersprüchlichen Ergebnisse klinischer Studien zu Bluthochdruck, Cholesterin und Demenz verlangen nach gut designten, kontrollieren, randomisierten prospektiven Studien mit einer ausreichend großen Anzahl an weiblichen und männlichen Probanden aus den erforderlichen Altersgruppen, um daraus ausreichende Signifikanz für geschlechtsdifferenzierte Analysen ziehen zu können.
 
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