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Assadian A et al.  
Die konventionelle Aortenchirurgie - Altes Eisen oder Goldstandard?

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2008; 5 (2): 6-10

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Abb. 1: Retroperitonealer Zugang Abb. 2: Aneurysma Abb. 3: Y-Prothese Abb. 4: Trifurkationsprothese Abb. 5: Bifurkationsprothese Abb. 6: Prothese - A. mensenterica inferior Abb. 7: Prothese - A. renalis Zum letzten Bild



Keywords: AortaGefäßchirurgieGefäßmedizin

Die chirurgische Therapie des infrarenalen Bauchaortenaneurysmas ist ein mehr als 50Jahre altes Behandlungskonzept, das sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich weiterentwickelthat. Dennoch sollte in der Aneurysmachirurgie – wie in der gesamten invasiven Gefäßmedizin – ein Para-digmenwechsel hin zur patientenoptimierten Be-handlungsmodalität stattgefunden haben. Es geht nicht mehr so sehr darum, welche Behandlung, konventionell oder endovaskulär, die bessere ist, sondern welche für einen spezifischen Patienten – aufgrund von Komorbidität, Anatomie, Morphologie und zuletzt auch Erwartung einer definitiven Behandlung – die optimale Lösung darstellt. Die offene Aorten-chirurgie hat sich in den vergangenen 15 Jahren seit Einführung der endovaskulären Aneurysmatherapiedramatisch verändert. Verbesserte chirurgischeTechniken und anästhesiologische Methoden, zusammen mit zunehmender interdisziplinärer Kooperation, haben eine Optimierung der Ergebnisse ermöglicht. Beide Methoden – offene Operation undendovaskuläre Therapie – dürfen jedoch nicht alskonkurrierend, sondern müssen als komplementärangesehen werden. Eine weitere Voraussetzung füroptimale Patientenbetreuung ist eine unvoreingenommene Patientenselektion, idealerweise indem beide Behandlungen im Team aus einer Hand erfol-en. Nur so können die Ergebnisse für den Patientenhinsichtlich Morbidität, Mortalität, Sekundäreingrif-fen und Rekonvaleszenz deutlich verbessert werden.Schlussfolgerung: Die konventionelle Aorten-chirurgie entsprechend modernster Gesichtspunkte– retroperitonealer Zugang, "Fast Track"-Konzeptund rückenmarksnahe Anästhesie – ist für mehr als 50% aller Aneurysmapatienten weiterhin hinsichtlich Komplikationsraten, Nachhaltigkeit, technischer Durchführbarkeit und Kosteneffizienz der Goldstandard der Behandlung.
 
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