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Gasser R et al.  
Molekularbiologische Diagnostik kardiovaskulärer Erkrankungen

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (5): 149-152

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Keywords: GenetikKardiologieMolekularbiologieQuantenmedizin

Die Entwicklung in der Kardiologie bzw. in den kardiovaskulären Wissenschaften hat ihren Ausgang im 18. Jahrhundert mit der Beschreibung der Arteriosklerose durch die Makropathologie genommen, die für die nächste Zeit dominierende Methode. Im Laufe der Zeit, um die Jahrhundertwende, haben die Physiologie bzw. auch die beginnende Biochemie einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der kardiologischen Krankheitsbilder geleistet. Die Physiologie dominierte die Kardiologie bis in die 80er Jahre. Dann begannen die molekulare Kardiologie bzw. die Untersuchung genetischer Ursachen für verschiedene kardiologische Krankheitsbilder eine zunehmend entscheidende Rolle einzunehmen. Wir wissen heute, daß molekulare Veränderungen - einerseits an der Membran, andererseits intrazellulär an den einzelnen Gefäßstrukturen, aber auch an den Myokardzellen oder am Leitungssystem - entscheidend an verschiedensten pathologischen Prozessen beteiligt sind. Als Beispiel sei erwähnt, daß im Rahmen eines experimentellen Blutdruckanstieges oder einer Ischämie bis zu 200 verschiedene Moleküle in der Myokardzelle von der Norm abweichend exprimiert werden. Auch die Untersuchung genetischer Ursachen für verschiedene kardiovaskuläre Erkrankungen hat gezeigt, daß einerseits die Prädisposition für gewisse Krankheitsbilder wie Hypertonie oder Arterioskleroseentwicklung sehr wohl genetische Faktoren hat, während es auch definierte Krankheitsbilder gibt, deren Genlokalisation exakt bekannt ist. In die Zukunft blickend, wird man wahrscheinlich für genetische Voruntersuchungen entsprechende Beratungen im Rahmen von Familienplanungen durchführen. Andererseits wird man möglicherweise in die Transkription von einzelnen Molekülen in der Zelle eingreifen können. Kardiovaskuläre Erkrankungen, wie die ischämischen Herzerkrankungen, sind auf dem besten Wege dazu, durch die Induktion des Einsprossens von Gefäßen mittels Angiogenesefaktoren, zumindest zu einem gewissen Teil, einer Lösung zugeführt zu werden. In fernerer Zukunft wird sich möglicherweise auch die molekulare und genetische Kardiologie erschöpfen und sich langsam der Weg in die Quantenkardiologie öffnen, wobei es heute schon Arbeitsgruppen gibt, die sich mit Quantenbiologie und, bereits beginnend, mit Quantenmedizin beschäftigen.
 
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