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Stoschitzky K  
Hypertonie 2001

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2001; 8 (5): 170-174

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Keywords: HypertonieKardiologie

Sowohl das Erkennen als auch die suffiziente Therapie des arteriellen Hypertonus lassen auch zu Beginn des dritten Jahrtausends sehr zu wünschen übrig. Schuld daran sind wohl vor allem der meist fehlende Leidensdruck des Patienten sowie ein häufiges Unterschätzen der drohenden Gefahren durch Arzt und Patient. Zu den wesentlichsten Erkenntnissen der letzten Jahre gehören, daß die Obergrenze des systolischen Blutdrucks doch altersabhängig zu sein scheint, daß der systolische Blutdruck beim älteren Patienten aussagekräftiger ist als der diastolische und daß damit der Blutdruckamplitude eine ganz besondere prognostische Bedeutung zukommt. Ausschlaggebend für die Art der Therapie ist nicht nur die Höhe des Blutdrucks, sondern vor allem auch das Vorliegen von weiteren Risikofaktoren, Endorganschäden oder Begleiterkrankungen. Aufgrund der ohnehin schon eher bescheidenen Compliance vieler Patienten bei der Einnahme von Antihypertensiva sollte bei der medikamentösen Therapie angestrebt werden, mit möglichst wenigen Tabletten pro Tag das Auslangen zu finden, das heißt: Verwendung von Substanzen mit nachgewiesener 24-Stunden-Wirkung und frühzeitiger Einsatz von (fixen) Kombinationen. Es sollte heute auch als Grundregel gelten, daß Einzelsubstanzen nicht bis zur empfohlenen Höchstdosis "ausgereizt", sondern frühzeitig zu Kombinationen verschiedener Substanzen in niedrigerer Dosierung gewechselt werden sollte, ein Vorgehen, das eine Potenzierung der Wirkung bei weniger Nebenwirkungen bringt.
 
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