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Babitsch B et al.  
Genderaspekte bei kardiovaskulären Risikofaktoren

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (9-10): 271-276

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Keywords: genderkardiovaskulärer Risikofaktor

Herz-Kreislauf-Erkrankungen tragen erheblich zur Morbidität und Mortalität von Frauen und Männern bei. Frauen erkranken im Durchschnitt 10 Jahre später als Männer und sie stellen somit für Frauen eher Erkrankungen des höheren Alters dar. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können hinsichtlich der Identifikation und Beschreibung möglicher Risikofaktoren und darin bestehender Geschlechterunterschiede als die am intensivsten beforschten Erkrankungen bezeichnet werden. Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes mellitus bzw. in Kombination das Metabolische Syndrom und Nikotinabusus sind in diversen internationalen Studien als Risikofaktoren für die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen identifiziert worden, wobei sich die ersten Studien auf Risikoprofile bei Männern konzentrierten. Evident ist, dass sich Frauen und Männer bei den Risikofaktoren in deren Verteilung sowie in deren Wirkungsweise unterscheiden. Bei Frauen stehen Hypertonie und Diabetes als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen im Vordergrund; darüber hinaus spielen insbesondere bei Frauen inflammatorische Mechanismen in der Pathogenese des Metabolischen Syndroms eine große Rolle. Trotz dieser wissenschaftlichen Evidenz wird der Erkennung kardiovaskulärer Risikofaktoren und deren konsequenter Therapie vor allem bei Frauen nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die angezeigt wäre. Nach wie vor sind die Entdeckungs- und Behandlungsraten viel zu gering und auch die Zahl der Patientinnen mit schlecht eingestellten Blutdruck- und Blutzuckerwerten ist erschreckend hoch.
 
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