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Haider C et al.  
Neurogenic dysphagia: Nutrition therapy improves rehabilitation

Journal für Ernährungsmedizin 2008; 10 (3): 6-11

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Keywords: DysphagieErnährungsmedizinRehabilitationclinical nutritionneurogenic dysphagiaRehabilitation

Z i e l s e t z u n g : Verbessert forcierte Ernährungstherapie (Volkert et al. 2006, Williams 2006) den Rehabilitationserfolg bei Patienten mit neurogenen Schluckstörungen im Vergleich zu neurologischen Patienten ohne Dysphagie? P a t i e n t e n / M e t h o d e n : Bei 127 Patienten nach akutem Schlaganfall wurde ein Screening bezüglich neurogener Schluckstörungen und Unterernährung zu Beginn der multidisziplinären Neurorehabilitation durchgeführt. Unter Einsatz verschiedener Maßnahmen wie Konsistenzadaption von Nahrung und Flüssigkeit, Essbegleitung, Schlucktherapie, pharyngoskopischer Schluckuntersuchung, Sondenernährung und parenteraler Ernährung wurde eine aspirationsfreie tägliche Aufnahme von 1.300 bis 2.500 kcal sichergestellt (Volkert et al. 2006, Williams 2006, ECRI 1999, Bath et al. 2002). Zur Beurteilung wurden neurofunktionale Scores bei Aufnahme und Entlassung der Patienten verglichen. Der Ernährungsstatus wurde mittels Innsbruck Nutrition Scale (Hackl 2004) und Nutritional Risk Screening (NRS 2002; Kondrup et al. 2003) bestimmt. E r g e b n i s s e : 50 % (n = 64) der in der Untersuchung erfassten Patienten benötigten Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme. Die starke Ausprägung kognitiver Einschränkungen bei Patienten mit Schluckstörungen (56 von 64) weist darauf hin, dass bei diesen Patienten Schluckstörungen vorlagen, die die präorale Schluckphase betreffen. Nur 31 von 63 Patienten ohne Schluckstörungen waren nicht von kognitiven Beeinträchtigungen betroffen. Patienten mit Schluckstörungen konnten deutlich bessere Rehabilitationserfolge erreichen als Patienten ohne Schluckstörungen. S c h l u s s f o l g e r u n g e n : Der Einsatz verschiedener Methoden für Screening und Klassifizierung von Schluckstörungen und Unterernährung bei Patienten nach akutem Schlaganfall belegt ebenso wie die Ergebnisse unterstützender Maßnahmen bei der Nahrungsaufnahme, dass das Rehabilitationspotenzial von Schlaganfallpatienten mit Schluckstörungen unterschätzt wird.
 
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