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Vjaters E et al.  
Signifikanz des biomechanischen Zustandes der menschlichen Ureterwände

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2001; 8 (2) (Ausgabe für Schweiz): 24-28
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2001; 8 (2) (Ausgabe für Österreich): 30-35

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Keywords: BiomechanikEndoskopieLaparoskopieUreterUrologie

Während der letzten zehn Jahre hat der extensive Einsatz der endoskopischen Chirurgie (Laparoskopie und Endoskopie) zu einem Anstieg der iatrogenen Ureterschädigungen geführt. Zur Erzielung besserer Ergebnisse, besonders bei der Ureterrekonstruktion und Wahl von Ersatzmaterialien, sind bessere Kenntnisse der Harnleiterwandsteifigkeit und -deformität unerläßlich. Wir untersuchten die strukturelle Morphologie der Ureterwand und ihre biomechanischen Eigenschaften durch Aufbringen von Spannung auf isolierte Ureterproben zur Abklärung topographischer, alters- und geschlechtsabhängiger Unterschiede. Das untersuchte Material wurde durch Resektion von Uretersegmenten bei Patienten gewonnen, die sich einer Nephrektomie, Nephroureterektomie oder Cystektomie unterzogen, wobei jedoch keine Anzeichen für eine Ureterpathologie vorlagen. Anhand von Untersuchungen der Weichteilbiomechanik wurde nachgewiesen, daß es sich bei der Spannung aus biomechanischer Sicht um die risikoreichste Belastung handelt, die sich sehr erheblich auf die Strukturelementinteraktion der Gewebe auswirkt. Die folgenden biomechanischen Ureterwandparameter wurden festgelegt, mit denen die Gewebesteifigkeits- und -deformationswerte angegeben werden: Zerreißspannung, das relative Deformationsmaximum, die höchste spezifische Deformationsenergie, das Elastizitätsmodul und tangentiale Elastizitätsmodule des Materials. Der höchste Grad der Ureterwandsteifigkeit und -deformität findet sich im oberen und der niedrigste im unteren anatomischen Abschnitt. Die Wandrigidität ist andererseits stärker im unteren Ureterabschnitt ausgeprägt. Der biomechanische Zustand der Ureterwand ist altersabhängig. Mit zunehmender Alterung des Organismus nehmen die Zerreißfestigkeit und das relative Deformationsmaximum ab, während die Elastizitätsmodule zunehmen.
 
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