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Greiser E  
Hormonersatztherapie und erhöhtes Risiko für Mamma-Ca und Endometrium-Ca in Deutschland. Ergebnisse einer Schätzung der Attributivrisiken

Journal für Menopause 2001; 8 (2) (Ausgabe für Deutschland): 59-64

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Keywords: AttributivrisikoDeutschlandEndometriumkarzinomMammakarzinomMenopauseStudie

Die Hormonersatztherapie (HRT) muß als ein ernsthaftes Public-Health-Problem in Deutschland betrachtet werden, da sich die Verordnungshäufigkeit seit 1984 um mehr als den Faktor 12 erhöht hat. Prävalenzraten für die Verordnung von Estrogenen in der Postmenopause im Jahre 1998 wurden aus dem Arzneimittelindex der gesetzlichen Krankenkassen gewonnen, einer 4 0/00-Stichprobe aller Verordnungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen. Diese Daten wurden durch personenbezogene Verordnungsdaten der Ortskrankenkassen der Bundesländer Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt ergänzt. Maximale Verordnungshäufigkeiten ergaben sich in den alten Bundesländern bei 50- bis 59jährigen Frauen mit ca. 50 %; Frauen der gleichen Altersgruppe in den neuen Bundesländern wiesen maximale Verordnungsprävalenzen von 40 % auf. HRT-Anwendungshäufigkeiten bei Frauen mit intaktem Uterus wurden durch einen repräsentativen Befragungssurvey an 2872 Frauen im Alter von 40 bis 70 Jahren in Bremen gewonnen (Response-Rate 66,6 %). Risikoschätzungen für Brustkrebs nach HRT wurden aus größeren Kohorten- und Fallkontrollstudien aus den USA und Schweden gewonnen; für die Risikoerhöhung nach HRT für Endometrium-Ca wurden die Ergebnisse einer großen schwedischen Fallkontrollstudie herangezogen. Inzidente Fälle von Brustkrebs und Endometrium-Ca für das Jahr 1998 für Deutschland wurden auf der Basis von Inzidenzraten des saarländischen Krebsregisters für die Jahre 1996/1997 bzw. 1995-1997 geschätzt. Attributivfälle für Brustkrebs nach HRT bei Frauen zwischen 40 und 79 ergaben sich, je nach Risiko-Schätzer der verschiedenen Studien, mit 1759 bis 6925 von 42.000 inzidenten Fällen. Inzidente Fälle von Endometrium-Ca für Frauen im Alter zwischen 40 und 74 wurden auf 2100 von ca. 7700 Neuerkrankungsfällen geschätzt, von denen ein kleinerer Teil auf Estrogenmonopräparate, der größere auf Estrogen-Gestagen-Kombinationen mit zyklischer Gestagendosis entfiel.
 
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