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Martinek M et al.  
Optimierung des Prozedurerfolges und Vermeidung prozedurbezogener Komplikationen der Radiofrequenzablation von Vorhofflimmern durch Integration von MSCT in ein dreidimensionales elektroanatomisches Mapping-System

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2009; 16 (1-2): 7-12

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Abb. 1: Linker Vorhof Abb. 2: Ablationserfolg Abb. 3: Ablationserfolg Abb. 4: Komplikation Abb. 5: Prozedurdaten



Keywords: KardiologieMapping-SystemRadiofrequenzablationStudie

Einleitung: Die zirkumferentielle Linienablation um die Pulmonalvenenostien ("wide area circumferential radiofrequency catheter ablation", WACA) ist eine kurative Kathetertherapie von Vorhofflimmern (VHF). Die Integration von Bildern aus der Multislice Computertomographie (MSCT) in ein dreidimensionales elektroanatomisches Mapping-System zur Visualisierung der WACA-Prozedur hat sich als exakt und praktikabel herausgestellt. Diese Studie untersuchte den Nutzen dieser hoch entwickelten Visualisierungstechnologie in Bezug auf eine Steigerung des Prozedurerfolges sowie einer geringeren Komplikationsrate. Methodik: 161 konsekutive Patienten (134 Männer, 55,5 ± 9,5 Jahre) mit medikamentös therapierefraktärem VHF (2,4 ± 1,1 unwirksame antiarrhythmische Medikationen) wurden einer WACA mit bestätigter Isolation der Pulmonalvenen unterzogen. Zusätzliche Linien (Dach, mitraler Isthmus, Koronarsinus) wurden gezogen, wenn die WACA alleine das VHF während der Ablationsprozedur nicht beenden konnte. Um relevante Pulmonalvenenstenosen auszuschließen, wurden serielle CT-Untersuchungen vor und 3 Monate nach der Ablation durchgeführt. Der Ablationserfolg wurde mittels 24-Stunden- Holter sowie Patientenfragebogen 3 Monate nach der Prozedur evaluiert. Ergebnisse: Der Vergleich der Erfolgsdaten zwischen konventionellem elektroanatomischem Mapping (CartoXP™, 79 Patienten) und MSCT-Integration (CartoMERGE™, 82 Patienten) resultierte in einem signifikanten Anstieg des Ablationserfolges in der letzteren Gruppe (71 % vs. 87,5 %; p = 0,019). Zusätzlich konnte die Sicherheit der Prozedur durch MSCT-Integration deutlich verbessert werden, sodass es zu keiner einzigen Pulmonalvenenstenose (> 50 %) in der CartoMERGE-Gruppe gegenüber 5 in der konventionellen Gruppe kam (p = 0,021). Die Gesamtzahl schwerer Komplikationen (Pulmonalvenenstenose, TIA, Insult und Perikardeffusion) konnte ebenso deutlich gesenkt werden (8 vs. 2; p = 0,043). Schlussfolgerung: MSCT-Integration in ein elektroanatomisches Mapping-System verbessert die Sicherheit von WACA inklusive Pulmonalvenenisolation und zusätzlicher Ablationslinien signifikant. Weiters wird der Ablationserfolg durch die Bildintegration im Vergleich zu konventionellen Techniken signifikant erhöht.
 
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