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Blutungsrisiko und Transfusionspolitik beim akuten Koronarsyndrom: ein Paradigmenwechsel

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2009; 16 (1-2): 26-28

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Keywords: AKSakutes KoronarsyndromBlutungESCKardiologieTransfusion

In den im Jahr 2007 publizierten neuen Guidelines der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) zur Therapie des Myokardinfarktes wird auf das Thema "Blutungsrisiko und Transfusionspolitik" in einem eigenen Kapitel Bezug genommen. Der Umstand, dass die Risikofaktoren für eine Blutung und die für ein neuerliches ischämisches Ereignis weitgehend die gleichen sind und dass die Hochrisikopatienten beiden Risiken ausgesetzt sind, macht bei dieser Patientengruppe eine besonders überlegte Vorgehensweise erforderlich. Das Auftreten einer Blutung im Rahmen eines akuten Koronarsyndroms (AKS) ist mit einer signifikant höheren Mortalität verbunden, ebenso ist eine Bluttransfusion in dieser Situation nachteilig bzw. bestenfalls neutral. Die Erkenntnis, dass ein höherer Hämoglobingehalt und somit scheinbar mehr Sauerstoffträger nicht zu einer besseren Sauerstoffversorgung des Gewebes führen, ist derzeit noch ein ungeklärtes Paradoxon. Aufgrund der vorliegenden Studienergebnisse wird derzeit von der ESC beim hämodynamisch stabilen Patienten eine Bluttransfusion im Rahmen eines AKS erst ab einem Hämoglobinwert von < 8 g/dL empfohlen.
 
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