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Exner I, Leithner C  
Hypertonie und Suchtverhalten

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2001; 5 (2): 14-20

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Keywords: AlkoholDrogenHypertonieNikotinSuchtverhalten

Alkoholabusus, Rauchen, Kokaineinnahme, aber auch Koffein zeigen einen Einfluß auf den arteriellen Blutdruck, wobei die genauen Pathomechanismen noch nicht vollständig geklärt sind. Der chronische Alkoholabusus von über 30-60 g Äthanol pro Tag führt zu einem signifikanten Anstieg der Blutdruckwerte. Dieser Effekt ist reversibel. Mehrere Studien konnten unter Alkoholkarenz einen deutlichen Abfall der Blutdruckwerte zeigen. Beim Tabakabusus, hauptsächlich als Zigarettenabusus, mehren sich die Hinweise, daß Nikotin als euphorisierende Substanz der Grund für die Entstehung der Abhängigkeit ist, während die Abbrandprodukte - in erster Linie das Kohlenmonoxid - für die Wirkungen am Herz-Kreislauf-System verantwortlich sind. Durch den Einfluß auf den Gefäßtonus und das Endothel führt das Rauchen, besonders bei vorbestehenden Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, zur Entstehung oder Verschlechterung einer arteriellen Hypertonie. Nikotinersatzprodukte zeigen keinen Einfluß auf den arteriellen Blutdruck und stellen ein sichere Option in der Raucherentwöhnung dar. Unter Kokain kommt es nur in der Phase der akuten Intoxikation zu einem exzessiven Blutdruckanstieg mit Endorganschäden, der chronische Abusus zeigt keinen Einfluß auf die Entstehung einer arteriellen Hypertonie. Die vermehrte Einnahme von Koffein kann besonders bei vorbestehender Bluthochdruckerkrankung im Alter einen Anstieg der Blutdruckwerte verursachen und sollte bei der Beratung dieser Patienten nicht vernachlässigt werden.
 
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