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Summary
Oikonomopoulos T et al.  
Leitliniengerechte Therapie des akuten Koronarsyndroms bei älteren Patienten: Die Herausforderungen im klinische Alltag. Erfahrungen und therapeutische Aspekte aus einem "Single Center"-Infarkt-Register

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2009; 16 (5-6): 139-144

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Abb. 1: Therapie - Alter Abb. 2: Koronarstatus Abb. 3: Koronarangiographie Abb. 4: CRUSADE - SORAMI Abb. 5: CRUSADE - SORAMI Abb. 6: 30-Tages-Mortalität



Keywords: ACSDeutschlandKardiologieStatistik

Nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ist die Definition des Myokardinfarktes als jeder Zustand aufzufassen, der mit einer Erhöhung spezifischer myokardialer Marker einhergeht. Klinisch unterscheidet man zwischen Infarkten mit und ohne ST-Hebungen mit daraus resultierenden unterschiedlichen therapeutischen Strategien. Bei der instabilen Angina pectoris und beim Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) wird je nach Risikostratifizierung eine zunehmend aggressive kombinierte antithrombotische Therapie bei gleichzeitigem früh-invasiven Vorgehen empfohlen. Ältere Patienten weisen aber nach aktuellen Erkenntnissen ein anderes Verhalten bezüglich der Endpunkte Tod und Re-Infarkt als jüngere Patienten mit ACS-NSTEMI und leitliniengerechter Behandlung auf. Eine retrospektive Datenanalyse von 225 Patienten mit ACS-NSTEMI aus dem lokalen Infarktregister im Klinikum Solingen fokussierte sich deshalb auf die Frage der Altersverteilung und auf den Therapieverlauf der jeweiligen Altersgruppe. Die Gruppe 1 umfasste Patienten bis zum 60. Lebensjahr und repräsentiert 22 % des Kollektivs, die Gruppe 2 erfasste Patienten zwischen dem 61. und 75. Lebensjahr mit 44 % anteilig. Die 3. Gruppe beinhaltete Patienten ab dem 76. Lebensjahr (34 % des Kollektivs). Die Gruppen 1 und 2 sind in ähnlicher Art und Weise behandelt worden, über 75 % des jeweiligen Kollektivs wurde früh-invasiv therapiert. Dagegen wurden 75 % der Gruppe 3 einer konservativ-medikamentösen Therapie zugeführt. Die Gruppe 3 beinhaltete eine höhere Anzahl an Patienten mit hämodynamischer Kompromittierung, malignen Arrhythmien und Reanimation verglichen mit den Gruppen 1 und 2. Dies spiegelte sich auch in der Analyse der Daten für die 30-Tages-Mortalität wider. Die früh-invasive Therapie beim ACS-NSTEMI stellt derzeit den Therapiestandard bei Hochrisikogruppen dar. Der Endpunkt Tod/Myokardinfarkt innerhalb der 30-Tages-Mortalität ist eindeutig günstiger für die jüngeren Patienten, die invasiv behandelt worden sind. Dieses Ergebnis aber spiegelte sich auch in der Gruppe der älteren Patienten, die invasiv behandelt worden sind, wider.
 
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