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Stark G  
Wertigkeit von Aspirin vs. Coumarin in der Thromboembolieprophylaxe von Vorhofflimmern

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2009; 16 (Supplementum A - Forum Rhythmologie): 10-12

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Keywords: AspirinKardiologieThromboembolie

Vorhofflimmern führt zu einer Zunahme der Schlaganfallrate um das 4–5-Fache in allen Altersgruppen. Das prozentuelle Risiko für einen Schlaganfall bei Vorhofflimmern steigt mit dem Alter und liegt bei 50–59 Jahren bei 1,5 % und bei einem Alter von 80–89 Jahren bei 23,5 %. Die orale Antikoagulantientherapie ist in der Prävention eines thromboembolischen Ereignisses bei Vorhofflimmern bedeutend effektiver als Aspirin. Eine Therapie mit Aspirin bei Vorhofflimmern ist damit lediglich in jener Patientengruppe gerechtfertigt, in der von einem geringeren Thromboembolierisiko bei Vorhofflimmern ausgegangen werden kann. Diese Patientengruppe mit Vorhofflimmern ist dadurch gekennzeichnet, dass nur einer der folgenden Risikofaktoren vorhanden ist: Alter über 75 Jahre, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, eingeschränkte linksventrikuläre Funktion, Herzinsuffizienz. Die Option für eine Therapie mit Aspirin besteht auch bei jenen Patienten mit einem paroxysmalen Vorhofflimmern und einem Alter < 75 Jahren und keinem der oben genannten Risikofaktoren. Geltende Richtlinien positionieren die Therapie mit Aspirin als die Therapie mit geringerer Blutungskomplikation zur Thromboembolieprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern. Bei einem Vergleich zwischen der Therapie mit Aspirin gegenüber jener mit oraler Antikoagulation ist jedoch immer die wesentlich geringere Effektivität von Aspirin zu berücksichtigen.
 
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